Blick vom Heidelbeerkopf

Allgäu – Wanderung über die Sonnenköpfe

In Allgäu, Deutschland, Europa by Naddl8 Comments

Der Sonnenkopf, die Sonnenköpfe, der Sonnenkopfgrat – also wenn einem da mal nicht der Kopf raucht… Egal, wie wir diese Wanderung aber auch nennen: sie führt immer über den gleichen Berg im Allgäu und scheint zumindest dem Namen nach viel Sonnenschein zu versprechen! Die Sonnenköpfe sind eigentlich drei Höhenrücken aus Wiesenhängen und bestehen aus dem eigentlichen Sonnenkopf, dem Heidelbeerkopf und dem Schnippenkopf. Sie alle teilen sich einen wunderschönen Ausblick auf das Illertal, die westliche Hörnerkette, das Retterschwanger Tal und die bekanntesten Gipfel der Allgäuer Bergwelt. Da wir auf dieser Gratwanderung gleich alle drei Sonnenköpfe überschreiten, können wir uns über mangelnde Aussichten und Höhenmeter also nicht beschweren. Zudem wartet am Anfang und am Ende eine erholsame Erfrischung durch den Hinanger Wasserfall auf uns. Klingt interessant? Mehr über diese mittelschwere Bergwanderung über den Sonnenkopfgrat verraten wir euch jetzt!

Wanderung über die Sonnenköpfe - Blick vom Heidelbeerkopf
Wanderung über die Sonnenköpfe im Allgäu

Die Wanderung über die Sonnenköpfe im Überblick

Die 17,4 km lange Rundwanderung startet am Wanderparkplatz „Hinanger Steige“ bei Hinang. Von hier geht es zuerst durch den grünen, mystischen Hinanger Tobel, an dessen Ende der 12 Meter hohe, schöne Hinanger Wasserfall über die Kalksteinfelsen hinab rauscht. Vorbei am Gasthof Sonnenklause geht es ab nun stetig, aber sanft bergauf bis zum ersten Gipfel, dem Sonnenkopf (1712 m.). Dabei erhaschen wir immer wieder einen faszinierenden Blick auf das enge, einsame Retterschwanger Tal, über dem das bekannte Nebelhorn thront. Vom Sonnenkopf geht es weiter zum benachbarten Heidelbeerkopf (1767 m.) und schließlich zum höchsten der drei Wiesenrücken, dem Schnippenkopf (1833 m.).

Auf der einen Seite des Grats blicken wir dabei über das Illertal mit dem Wächter des Allgäus, dem Grünten. Auf der anderen Seite wird unser Blick vom Großen Daumen und dem häufig schneebedeckten Nebelhorn begrenzt, bis wir irgendwann direkt vor dem mächtigen Entschenkopf stehen und und die Gaisalpe mit der markanten Felswand des Rubihorns vor unseren Augen auftaucht. Durch einen Wald, über grüne Allgäuer Wiesen und den wilden Eybachtobel geht es von nun an wieder stetig bergab, bis wir nach knapp 6 Stunden erneut am Hinanger Wasserfall stehen. Ein günstiger Moment, um den Wasserfall und den Tobel im Licht der tiefstehenden Nachmittagssonne zu erleben. Ab hier wandern wir auf dem Hinweg gemütlich zurück zum Wanderparkplatz bei Hinang.

Der Hinanger Wasserfall im Allgäu
Die Wanderung über die Sonnenköpfe verläuft durch den Hinanger Tobel mit dem 12 Meter hohen Hinanger Wasserfall

Sicherheit auf der Wanderung über die Sonnenköpfe

Die mittelschwere Wanderung von Hinang über die Sonnenköpfe stellt für trittsichere Wanderer keine größeren Probleme da. Einzig nach Regenfällen oder bei Altschneeresten können die unbefestigten Wiesenhänge der Köpfe ziemlich rutschig werden. Das gleiche gilt für die Stahltreppen im Hinanger Tobel und Eybachtobel. Mit 1097 zu überwindenden Höhenmetern und 17,4 km Länge erfordert die Tour allerdings ein gewisses, wenn auch nicht überproportionales Maß an Kondition. Dennoch solltet ihr wie immer auf Bergwanderungen an wetterfeste Kleidung, gute Wanderschuhe, eine Wanderkarte* (und/oder GPS-Gerät), ein Handy und ein Erste-Hilfe-Set* denken. Wanderstöcke erleichtern euch zudem die Querung über die Wiesenhänge. Im Notfall und vor allem bei Frühjahrs -oder Herbsttouren ist eine gute Stirnlampe* übrigens Gold wert! Da es außer den beiden Berghütten am Anfang der Wanderung keine Einkehrmöglichkeiten gibt, solltet ihr unbedingt genügend Proviant und Wasser einpacken!

Bitte überprüft vor jeder Bergwanderung den Wetterbericht. Ausgesetzte Touren und Gratwanderungen sind bei Gewitter besonders zu vermeiden. Sollte es zu einem abrupten Wetterwechsel kommen, könnt ihr kurz vor Erreichen des Sonnenkopfs spontan über die Skitourenroute absteigen.

Woher haben die Sonnenköpfe ihre Namen?

Was auf der einen Seite des Illertals die Hörnergruppe, ist auf der anderen Seite die Sonnenkopfgruppe. Dabei ist der namensgebende Sonnenkopf der niedrigste der drei Gipfel dieser Kette und wird von seinen Nachbarn Heidelbeerkopf und Schnippenkopf überragt. Alle drei Flyschberge liegen im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen und unterliegen deshalb besonderem Schutz. Die Namen sind Hinweis auf ihre Charaktere: alle Sonnenköpfe liegen in einer Kette recht exponiert hintereinander und werden den ganzen Tag von der Sonne angeschienen (schönes Wetter natürlich vorausgesetzt). Außerdem bieten sie alle einen tollen 360°C Rundumblick. Der Sonnenkopf ist dabei am längsten der Sonne ausgesetzt und im Frühjahr als erster der drei schneefrei. Beim Aufstieg zum Heidelbeerkopf wird schnell klar, woher der Name stammt: seine Hänge sind über und über mit dicht besetzten Heidelbeersträuchern gesäumt. Der Schnippenkopf hingegen ist nach einer ehemaligen Schnippen-Alpe aus dem 15. Jahrhundert benannt. Auf dem Sonnenkopf befindet sich ein dominantes Gipfelkreuz mit Gipfelbuch.

Blick in das Retterschwanger Tal von den Sonnenköpfen
Die exponierte Lage der Sonnenköpfe bietet traumhafte Ausblicke in alle Richtungen

Die wichtigsten Informationen zur Wanderung über die Sonnenköpfe

Parkplätze – die Situation ist angespannt

Wir empfehlen euch den mittelgroßen Wanderparkplatz „Hinanger Steige“ (47.481162467106294, 10.28910334542112), vom des aus unsere Route startet. Hier gibt es fast immer einen freien Parkplatz. Solltet ihr dort schon nicht mehr fündig werden, wird es voll an den Sonnenköpfen! Besonders während der Corona-Pandemie ist das Allgäu ein sehr beliebtes Ziel für Erholungssuchende geworden. Im Ausflugsticker vom Allgäu könnt ihr live verfolgen, wie es um die Auslastung einzelner Regionen und Parkplätze steht.

Mittlerweile ist die Parkplatzsituation rund um Hinang leider ziemlich angespannt. Bitte lest dazu unsere Empfehlungen und Hinweise im Abschnitt „Parkplätze am Hinanger Wasserfall – das schwierigste an der Tour?“ im Blogbeitrag zum Hinanger Wasserfall. Dort findet ihr auch weitere Parkmöglichkeiten und Tipps für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Startpunkt/Endpunkt der Wanderung

Start -und Endpunkt der Wanderung ist der Wanderparkplatz „Hinanger Steige“. Wer die Tour verkürzen möchte und Glück mit der Parkplatzsuche hat, kann die Wanderung alternativ auch am Wanderparkplatz gegenüber vom Gasthof Sonnenklause (47.47398538300496, 10.308137571250267) beginnen. In dem Fall spart man sich knapp 7 km Strecke, passiert dann aber nicht den Hinanger Tobel und seinen Wasserfall!

Wanderparkplatz Hinanger Steige
Kreisstraße OA4
87527 Sonthofen
47.481162467106294, 10.28910334542112

Tourenprofil

Ausgangsort: 810 m
Höchster Punkt: 1830 m
Höhenmeter: jeweils 1097 m
Länge: 17,4 km
Dauer: ca. 6.5 h
Schwierigkeit: mittel

Unsere Route inklusive .gpx Daten zu der Wanderung über den Sonnenkopfgrat

Auf Outdooractive findet ihr unsere Route. Hier könnt ihr euch auch die .gpx Datei herunterladen: https://www.outdooractive.com/de/route/wanderung/allgaeu/ueber-den-sonnenkopfgrat/209913467/

Die beste Jahreszeit am Sonnenkopfgrat

Der Sonnenkopf ist aufgrund seiner exponierten Lage meistens schon recht früh im Jahr schneefrei. Die besten Bedingungen findet man von Mai bis Oktober. In der Ferienzeit und an sonnigen Wochenenden ist die Wanderung über die Sonnenköpfe häufig stärker frequentiert, als man aufgrund der fehlenden Seilbahn oder Einkehrmöglichkeiten vermuten würde. Dann kann es schwierig werden einen Parkplatz zu ergattern. Aus dem Grund bieten sich besonders der Mai, sowie der Herbst im September und Oktober für einen Besuch an. Im Winter ist der Sonnenkopf ein beliebtes Ziel für Skitouren -und Schneeschuhgeher (hier findet ihr eine kleine Beschreibung zu der Winterbegehung).

Blick auf den Grünten bei der Wanderung über die Sonnenköpfe
Der Sonnenkopf ist meistens recht früh schneefrei und damit ein idealer Berg für den Frühling (im Hintergrund sieht man den Grünten)

Einkehrmöglichkeiten rund um die Sonnenköpfe

Es gibt nur zwei Einkehrmöglichkeiten, die zudem beide am Anfang der Wanderung liegen. Aus dem Grund solltet ihr euren Proviant und vor allem ausreichend Wasser lieber nicht vergessen. Da es am Gipfel des Sonnenkopfs meistens recht voll ist, empfehlen wir euch, die Pause am Gipfel vom Heidelbeerkopf oder Schnippenkopf einzulegen. Dort ist es häufig deutlich ruhiger.

Im Berggasthof Sonnenklause bekommt ihr regionale Produkte und selbst angebaute Alpenkräuter serviert. Perfekt, um auf 1100 Höhenmetern eine leckere Brotzeit und ein kühles Getränk auf der Terrasse zu genießen. Wer länger bleiben möchte, findet in dem familiengeführten Hotel moderne Zimmer und einen Wellnessbereich zum Entspannen. So erledigt sich das Parkplatzproblem von selbst und ihr könnt als Erste den Sonnenkopfgrat erklimmen.

Eine weitere tolle Einkehrmöglichkeit bietet der Altstädter Hof auf 1280 Höhenmetern. Er ist Partneralpe im Alpgenuss e.V., weshalb hier ausschließlich heimische und regionale Produkte serviert werden. Nichts geht über eine deftige Brotzeit oder Kuchen mit einen grandiosen Blick über das Illertal. Kinder freuen sich über die Tiere auf dem Hof und den kleinen Spielplatz.

Noch nicht genug? So erweitert ihr die Wanderung über die Sonnenköpfe

Wer auf den Sonnenköpfen noch nicht ausgelastet ist, kann zusätzlich den gegenüberliegenden, aber deutlich schwierigeren Entschenkopf in Angriff nehmen. Wann besteigt man schon mal vier Gipfel auf einem Schlag? Eine weitere Alternative nach dem Schnippenkopf ist der Abstieg über die Gaisalpe. Hier gibt es mit der Unteren Richteralpe und dem Berggasthof Gaisalpe gleich zwei weitere beliebte Einkehrmöglichkeiten. In unserem Blogbeitrag Wanderung zum Unteren Gaisalpsee findet ihr mehr Informationen zum Abstieg über die Gaisalpe nach Reichenbach. Von Reichenbach könnt ihr entweder mit dem Bus nach Hinang fahren oder über Schöllang zurückwandern.

Blick vom Schnippenkopf auf den Entschenkopf und das Rubihorn
Vom Schnippenkopf blickt man direkt auf den Entschenkopf und das dahinterliegende Rubihorn. Darunter liegt die Gaisalpe.

Die Wanderung über die Sonnenköpfe im Detail – unser Wanderbericht

Hinanger Tobel und Hinanger Wasserfall

Als wir die enge Bergstraße Richtung Gasthof Sonnenklause hochfahren, sind wir erstaunt, wie viele Autos schon kurz hinter Hinang unerlaubt am Straßenrand stehen. Kurz nach dem ersten Lockdown 2020 scheint es wohl jeden in die Natur zu treiben. Uns bleibt nichts anderes übrig, als wieder umzukehren und auf dem Wanderparkplatz „Hinanger Steige“ zu parken. Hier ist die Lage noch sehr entspannt. Leider bedeutet das eine Verlängerung der Tour um 7 km, aber wir sind es ja mittlerweile schon gewohnt, grundsätzlich immer eine Extrameile zu laufen.

Der Spaziergang durch die Wiesen von Hinang ist dafür sehr entspannt. Während die Bauern mähen, ziehen die Greifvögel auf der Suche nach leichter Beute über die Felder. Es ist jetzt schon angenehm warm und wir genießen die ersten Sonnenstrahlen des Jahres. Ein Gefühl von Freiheit stellt sich bei uns ein, während wir durch das idyllische Dorf spazieren.

Irgendwann erreichen wir den Hinanger Bach. Er schlängelt sich durch einen saftig grünen Tobel, in dem er über mehrere Stufen fällt. Ein Wanderweg aus Metalltritten -und treppen führt mehrmals über den Bach, bis er am Ende des Tobels an dem 12 Meter hohen Hinanger Wasserfall vorbeiführt. Über moosbedeckte Kalksteinfelsen fällt der Wasserfall in ein türkisgrünes Becken. Wir sind so nah dran, dass wir seine erfrischende Gischt wie einen sanften Frühlingsregen auf unserem Gesicht spüren. Irgendwann lösen wir uns und folgen dem Pfad raus aus dem Tobel. Schließlich liegen noch ein paar Höhenmeter vor uns!

Die Wanderung führt durch eine grüne Klamm am Hinanger Bach entlang
Die Wanderung beginnt im grünen Hinanger Tobel
Der Hinanger Wasserfall im Allgäu
Metallbrücken und -treppen führen am Hinanger Wasserfall entlang

Über Almen geht es stetig bergauf

Auf der Fahrstraße wandern wir weiter bergauf Richtung Gasthof Sonnenklause, wo sich der Weg gabelt. Anstatt den rechten Weg direkt zum Sonnenkopf (Skitourenroute) zu wählen, entscheiden wir uns für den linken Weg Richtung Altstädter Hof. Wir passieren eine gelbe Löwenzahnwiese und steigen durch einen lichten Wald weiter bergauf, um irgendwann vor einer bunten Alpweide zu stehen. Vom Altstädter Hof haben wir einen grandiosen Blick über das Illertal und den Grünten, auch bekannt als Wächter des Allgäus. Auf der geteerten Forststraße geht es ab nun stetig, aber sanft bergauf. Eine ziemlich matschige, aber dennoch schöne Lichtung tut sich vor uns auf – das Hühnermoos ist erreicht. Nun sind es nur noch ein paar Meter und wir stehen an einer Geländekante, von der wir einen beeindruckenden Blick über das enge Retterschwanger Tal haben. Wow, der perfekte Ort, um eine Pause zu machen und den Ausblick auf uns wirken zu lassen!

Alm im Allgäu unterhalb der Sonnenköpfe
Die gelb-grünen Löwenzahnwiesen bringen im Frühjahr Farbe ins Allgäu
Schiefes Almhäuschen im Allgäu unterhalb vom Sonnenkopf
Ein Windstoß und das wars… ;) Schiefes Almhäuschen beim Aufstieg auf den Sonnenkopf
Wald am Hang vom Sonnenkopf im Allgäu
Durch einen lichten, sonnendurchfluteten Wald steigen wir stetig bergauf
Wanderung über die Sonnenköpfe im Allgäu
Der Waldpfad beim Aufstieg auf die Sonnenköpfe
Das Retterschwanger Tal unterhalb der Sonnenköpfe im Allgäu
Von einer Geländekante bekommen wir einen grandiosen Blick auf das enge Retterschwanger Tal mit seinen schneebedeckten Dolomitwänden

Wanderung über die einzelnen Sonnenköpfe

Nach der kleinen Pause geht es weiter bergauf (wie soll es auch anders sein?). Wir erreichen den Wiesengrat, halten uns links und stehen schließlich vor dem ersten der drei Gipfel, dem eigentlichen Sonnenkopf. Links unter uns liegt das Retterschwanger Tal, darüber erheben sich der Große Daumen und das mächtige Nebelhorn. Zu unserer Rechten blicken wir über das Illertal und auf die Hörnergruppe, hinter uns sehen wir den Grünten. Am Gipfelkreuz des Sonnenkopfs genießen wir den Blick nochmal kurz, wandern dann aber recht zügig weiter Richtung nächstem Wiesenrücken, dem Heidelbeerkopf. Zu viele Wanderer tummeln sich auf dem kleinen Gipfelplateau. Kurz geht es ein Stück bergab, kurz wieder ein Stück bergauf und schon stehen wir auf dem abgerundeten Gipfelbereich mit seinen unzähligen Heidelbeersträuchern. Vom Heidelbeerkopf sind es nun nochmal knapp weitere 30 Minuten bis zum höchsten Punkt unserer Wanderung, dem Gipfel des Schnippenkopfs (1833 m).

Der letzte, steile Aufstieg macht sich langsam in unseren Oberschenkeln bemerkbar, aber nach zwei bezwungenen Gipfel hält uns so schnell nichts mehr auf! Nach Regenfällen oder mit Altschneeresten ist dieses Stück sehr rutschig. Den weitläufigen, großen Gipfel vom Schnippenkopf haben wir dieses Mal für uns alleine. Viele Wanderer sind nach dem Heidelbeerkopf wieder umgedreht und über den direkten Weg zum Gasthof Sonnenklause abgestiegen. So verpasst man allerdings die Aussicht auf das Rubihorn und das hintere Illertal bis hinein ins Kleinwalsertal. Wer bis hierhin seinen Proviant noch nicht angerührt hat, sollte es jetzt tun!

Vom Schnippenkopf auf dem Sonnenkopfgrat blickt man auf das Nebelhorn
Zu unserer Linken liegt das Retterschwanger Tal unter uns
Aufstiegsroute der Skitour auf den Sonnenkopf
Der direkte Weg auf den Sonnenkopf führt über die Skitourenroute. Viele kürzen die Wanderung über diesen Hang ab.
Vom Sonnenkopfgrat kann man über das Illertal und den Grünten blicken
Vom Sonnenkopf kann man über das weitläufige Illertal und den Grünten blicken
Blick auf das Nebelhorn und den Großen Daumen von den Sonnenköpfen
Blick vom Schnippenkopf auf das Nebelhorn und den Großen Daumen

Der Abstieg vom Schnippenkopf nach Hinang

Wir steigen ein Stück bergab bis zur kleinen, unbewirtschafteten Falkenalpe, an der wir rechts abbiegen. Über Lawinenhänge und Waldpfade geht es nun zum Talkessel der Entschenalpe. An der privaten Entschenalphütte beginnt eine recht steile Teerstraße. Haben wir uns bis zum Schnippenkopf noch den Abstieg herbeigesehnt, sind wir langsam genervt vom steten Bergab. Um unseren Knien und Zehen etwas Ablenkung zu gönnen, biegen wir nach kurzer Zeit links auf den Eybachtobelweg ab. Hier führen uns unzählige Treppenstufen knapp 250 Höhenmeter am Eybach herunter, der über mehrere Wehranlagen gezähmt wurde. Am Ende des Tobels biegen wir rechts auf den Wanderweg Richtung Hinang ab. Die meisten Höhenmeter sind geschafft! Durch den Hinanger Tobel, in den nachmittags wunderschön die tief stehende Sonne hineinscheint, geht es wieder zurück zu unserem Ausgangsort, dem Wanderparkplatz „Hinanger Steige“.

Wanderweg bei der Überquerung der Sonnenköpfe
Von der Falkenalpe zur Entschenalpe
Pflanze im Allgäu
Weiter unten blüht es schon
Totholz im Allgäu am Sonnenkopf
Totholz im lichten Wald vor der Entschenalpe
Alm auf der Wanderung über die Sonnenköpfe
Die grünen Hänge der Entschenalpe

Unser Fazit: Wanderung über die Sonnenköpfe

Wir waren erstaunt, dass wir uns den Gipfel vom Sonnenkopf so früh im Jahr schon mit so vielen anderen Wanderern teilen mussten. Für eine Tour ohne Seilbahn und Panoramaterrasse ist das eher unüblich. Vielleicht war es der Corona-Effekt, vielleicht aber auch einfach nur die Tatsache, dass die Wanderung schon komplett schneefrei war und fantastische Aussichten in alle Richtungen bietet. Die Kombination aus Tobelweg, Hinanger Wasserfall und Gipfelbesteigung garantiert zudem landschaftliche Abwechslung und ab dem Schnippenkopf wurde es deutlich leerer und entspannter. Mit Kindern gibt es aber vielleicht aufregendere und spannendere Wanderungen im Allgäu!

>> Nicht die richtige Wanderung für euch? Auf unserem Blog findet ihr eine Zusammenfassung von all unseren Touren im Allgäu und unsere persönlichen Tipps!

>> Mit Kindern unterwegs? Die abwechslungsreiche Wanderung auf den Alpspitz kann durch eine Seilbahn abgekürzt werden, bietet wunderbare Einkehrmöglichkeiten, Ruinen, Wasserfälle, eine Sommerrodelbahn, Spielplätze und den beliebten AlpspitzKICK!

>> Der Hinanger Wasserfall klingt interessant, aber Bergwandern ist nicht so euer Ding? Hier beschreiben wir mehrere entspannte Wanderungen rund um den Hinanger Wasserfall.

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Comments

  1. Hallo ihr Lieben,

    die Wanderung hört sich super an und die Fotos sind wunderschön. :)

    Haben wir uns direkt vorgemerkt falls wir es mal in die Region schaffen.

    Viele Grüße

    Nina

  2. Das sieht nach einer sehr schönen Tour aus! Ich war letztes Jahr die kleine, sehr schöne Rundwanderung am Hinanger Wasserfall unterwegs und hatte wegen der Erweiterung über die Sonnenköpfe überlegt. Könnt ihr mir sagen, ob die Wanderung auch mit Hunden machbar ist? Sind irgendwo Leitern zu überwinden? Außer im Bereich des Hinanger Wasserfalls noch irgendwo Gittertreppen? Muss man durch Kuhweiden?

    Vielen Dank für die schönen Eindrücke,
    Sina

    1. Author

      Hi Sina,

      ich hoffe, ich schreibe jetzt nichts falsches, da wir keinen Hund haben und deshalb eventuell nicht jede Kuhweide bemerken. Ich würde aber sagen, dass es mit wanderfreudigen Hunden auf der Tour keine Probleme gibt. Wir waren sehr früh im Jahr (noch vor dem Almauftrieb) auf den Sonnenköpfen, aber soweit ich mich erinnere, mussten wir keine Weidezäune passieren. Auf unserer beschriebenen Route wandert man ja über den Eybachtobelweg ab. In dem gibt es zusätzlich zum Hinanger Tobel noch weitere Gittertreppen. Den Eybachtobelweg könnt ihr mit Hunden aber auf der Asphaltstraße ab der Vorderen Entschenalpe umgehen. Also keine 100%ige Garantie, aber ich glaube, die Sonnenköpfe gehören zu den hundefreundlicheren Touren im Allgäu :).

      Liebe Grüße,
      Nadine

  3. Liebe Nadine,
    ich bin schon oft im Allgäu gewandert. Die Sonnenköpfe kenne ich noch nicht. Die Tour klingt aber so, als sollte ich sie unbedingt mal ausprobieren! Vielen Dank fürs Mitnehmen.
    Liebe Grüße
    Elke

    1. Author

      Liebe Elke,

      irgendwie hat ja jede Tour ihren ganz besonderen Reiz. Obwohl es im Allgäu sicher noch abwechslungsreichere Wanderungen gibt, bestechen die Sonnenköpfe auf jeden Fall mit ihren grandiosen Bergausblicken. Viel Spaß beim Wandern!

      Liebe Grüße,
      Nadine

  4. Ihr Lieben,

    Was für eine tolle Wanderung! Wir sind gerade aus dem Allgäu zurück und wollen am liebsten gleich wieder loswandern.

    Herzliche Grüße von Sanne

  5. Wenn wir uns die Bilder anschauen, dann könnten wir sofort die Wanderstiefel schnüren. Allerdings sind wir gerade dabei neue einzulaufen und dafür scheint diese Tour doch zu sportiv.

    Im Allgäu gibt es echt viel zu entdecken. Vielen Dank für die Inspiration.

    Viele Grüße Silke & Thomas

    1. Author

      Hallo ihr Zwei,

      ja, das Allgäu bietet wirklich viele wunderschöne Touren und jede hat ihren ganz besonderen Reiz. Wir haben viele Wanderungen schon mehrmals gemacht – sowohl im Sommer, als im Winter – und konnten jedes Mal neue Eindrücke mitnehmen. Ihr könnt die Tour über die Sonnenköpfe um 7km ab dem Berggasthof Sonnenklause abkürzen, aber das stetige Bergauf und Bergab bleibt. Das ist in neuen Wanderschuhen ja nicht unbedingt super bequem…

      Liebe Grüße,
      Nadine

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