Camping am Camp Zlatorog Bohinj mt Blick auf den Bohinjsko jezero

Camping im Nationalpark Triglav – unsere Tipps für deinen Kurztrip

In Balkan, Europa, Slowenien by Naddl1 Comment

Ihr habt ein paar Tage Zeit zum Wandern, Kajaken und Camping? Ihr liebt einsame Wanderwege, Berglandschaften, die euch aus den Socken hauen und authentische Hütten mit netten Gastgebern und leckerem Essen? Dann wird der Nationalpark Triglav in Slowenien euer Herz Purzelbäume schlagen lassen! Ganz ehrlich! Und damit ihr gut gerüstet für euren Camping-Kurztrip seid, findet ihr hier alle wichtigen Informationen zur Anreise, der besten Reisezeit und den Campingplätzen der Region. Mit unseren Tipps rund um das Thema Camping erlebt ihr auf jeden Fall drei oder mehr aufregende Tage im Nationalpark Triglav!

Der Triglav ist der höchste Berg von Slowenien
Bergpanorama vom Triglav
„Slowenien? Was kann man denn da machen? Ich habe noch nie jemanden kennengelernt, der nach Slowenien wollte.“ O-Ton des ADAC Mechanikers, der unseren Maderschaden auf unserem Kurztrip in den Nationalpark Triglav reparierte. Der kleine Kerl hatte es sich nämlich auf unserem Zwischenstopp, dem schönen Campingplatz Utting am Ammersee, in unserem Motorraum bequem gemacht und das Kabel vom Turbolader zerfressen. Dank dem Ersatzkabel und Sachverstand des supernetten Gelben Engels konnten wir unseren geplanten Camping-Trip zum Glück fortsetzen…

Nun, anders als der ADAC-Mechaniker kennen wir tatsächlich ein paar Leute, die schon mal in Slowenien waren. Und in einem Punkt waren sie sich alle einig: das Land der Seen und Berge rockt! Hier soll es riesige Tropfsteinhöhlen, hübsche Strandstädtchen, türkisblaue Wasserfälle, reißende Flüsse und eine unglaubliche Berglandschaft geben. Für südeuropäische Standards sei Slowenien dabei noch nicht zu überlaufen, ja an einigen Stellen fast noch wild. So leben in dem 20.273 km2 kleinen Land mit knapp 2 Millionen Einwohnern noch circa 500 – 600 Braunbären. Besonders spannend hört sich für uns der Nationalpark Triglav im Norden des Landes an. Das Naturschutzgebiet um den 2864 Meter hohen Triglav soll ein wahres Eldorado für Bergsportler und Naturfreunde sein. Durch seine Lage an der Österreichisch-Slowenischen Grenze bietet er sich zudem perfekt zum Camping an einem verlängerten Wochenende an.

Karawankentunnel oder Wurzenpass? Unsere Tipps für die Anreise!

Nach Villach in Österreich ist die Grenze zu Slowenien nicht mehr weit entfernt. Hier hat man nun die Möglichkeit den mautpflichtigen Karawankentunnel oder den etwas abenteuerlichen Wurzenpass zu wählen. Da der Karawankentunnel im Tunneltest mit der Note „ausreichend“ abgeschnitten hat, wählen wir den landschaftlich reizvolleren Wurzenpass (Korensko Sedlo) und sparen uns so die Streckenmaut für den Karawankentunnel und die 7-Tages-Vignette für Slowenien.

Die Mautgebühren bis zum Triglav NP

Zusammengerechnet kommt auf der Strecke Deutschland – Slowenien nämlich ein nicht ganz unerhebliches Sümmchen zusammen (Stand 03/2020):

  • 10-Tages-Vignette (PKW) für Österreich: 9,40€
  • Streckenmaut Tauern-/Katschbergtunnel: 12,00€
  • Streckenmaut Karawankentunnel (PKW): 7,40€
  • 7-Tages-Vignette (PKW) für Slowenien: 15,00€

Sowohl die 10-Tages-Vignette für Österreich (hier aber unbedingt die 18-tägige Sperrfrist beachten), als auch die beiden Streckenmautgebühren sind mittlerweile online und digital erhältlich. Die 7-Tages-Vignette für Slowenien wird noch ganz klassisch auf die Windschutzscheibe geklebt!

Anreise über den Wurzenpass

Der Wurzenpass führt steil und kurvig auf 1073 Meter hoch über die Karawanken. Er bietet grandiose Panoramablicke auf die Alpen und unzählige Fotostopps, so dass die kurvenreiche Strecke im Sommer besonders bei Motorradfahrern beliebt ist. Aber Vorsicht: Auf der österreichischen Seite ist die Alpenpassstraße nicht abgesichert und in einem desolaten Zustand! Im Winter und bei schlechter Witterung kann die Strecke deshalb sehr gefährlich sein. Bei teilweise 18 % Steigung ist die Passstraße definitiv nicht für längere Gespanne geeignet! Für PKW-Fahrer mit Zeit und Freude an landschaftlich schönen Roadtrips ist der Wurzenpass jedoch eine echte Alternative zum Karawankentunnel, der im Jahr 2008 von EUROTAB lediglich mit der Note „ausreichend“ bewertet wurde und zudem nicht gerade kostengünstig ist! Der schwierige Abschnitt der Alpenpassstraße ist außerdem recht kurz und schnell überwunden: ab der slowenischen Grenze ist die Straße modernisiert, deutlich breiter und mit einem Mittelstreifen gekennzeichnet!

Ein Tipp: Allen, die etwas Sightseeing mit ihrer Anreise in den Nationalpark Triglav verbinden möchten, sei das interessante Bunkermuseum am Wurzenpass ans Herz gelegt! Die Bunkeranlage aus Zeiten des Kalten Krieges (ab 1963) ist heute ein Museum und in jedem Fall eine Reiseunterbrechung wert.  Bei Straßenkilometer 6,93 steht seit 2009 ein originaler T-34 Panzer, der an die österreichischen Verteidigungsstellen erinnern soll. Genau hier hätten im Ernstfall nämlich die Abwehrkämpfe der österreichischen Milizsoldaten stattgefunden.

Bei der Anreise zum Nationalpark Triglav kommen wir an diesem T-34 Panzer aus dem Kalten Krieg vorbei
Original T-34 Panzer aus Zeiten des Kalten Krieges
Am Wurzenpass steht ein T-34 Panzer, der an den Kalten Krieg erinnern soll
Da wird einem ganz anders…
Die Anreise zum Nationalpark Triglav führt durch den Ort Kranjska Gora, in dem Camping ebenfalls möglich ist.
Auch hier kann man zelten: der Ferienort Kranjska Gora nach dem Wurzenpass

Die Weiterfahrt ab Kranjska Gora

Ab dem alpinen Ferienort Kranjska Gora fließt die türkisblaue Save direkt neben der Straße entlang. Auch hier lohnt es sich, hin und wieder zu stoppen! Besonders die alte Eisenbahnbrücke bei Gozd Martuljek ist ein tolles Fotomotiv. Ab Kranjska Gora kann man den Nationalpark entweder von Westen über den 27 km langen und atemberaubenden Vršič Pass befahren (Ausgangsort ist dann das wunderschöne Soča Tal) oder die östliche Route Richtung Bleder See wählen (Ausgangsort Bleder See oder Bohinjsko jezero (Wocheiner See)).

Wir entscheiden uns für die östliche Route. Die Landstraße 201/452 führt nun über mehrere Dörfer und Kleinstädte neben Save und Autobahn entlang bis nach Aßling. Hinter der Kleinstadt biegt die Landstraße 634 dann zum bekannten Kurort Bled ab (wer sich die Vignette in Slowenien spart, sollte unbedingt darauf achten nicht versehentlich auf die Autobahn abzubiegen – das kann sehr teuer werden!). Der kleine Ort am Bleder See mit seiner charakteristischen Insel ist bei Touristen sehr beliebt. Ab dem Bleder See fahren wir auf der 209 Richtung Stara Fužina weiter. Dieser malerische Ort liegt am östlichen Ufer des großen Bohinjsko jezero (Wocheiner See) – unser Ausgangsort für einige wunderschöne Tage mit Wandern und Camping im Nationalpark Triglav!

Natur beim Camping: eine Blumenwiese im Nationalpark Triglav
Was uns schon direkt nach der Grenze auffällt: in Slowenien findet man noch deutlich mehr Blumenwiesen als in Deutschland
Eisenbahnbrücke in Gozd Martuljek
Ehemalige Eisenbahnbrücke in Gozd Martuljek
Fahrradbrücke in Gozd Martuljek
Die Brücke in Gozd Martuljek wird mittlerweile als Fahrradweg benutzt
Auf der Insel im Bleder See befindet sich die berühmte Marienkirche
Wir passieren den berühmten Bleder See mit seiner kleinen Insel
Bei der Anreise zum Camping am Bohinj See (Nationalpark Triglav) fahren wir an dieser Kirche in Stara Fuzina vorbei
Kirche in Stara Fuzina

Tempolimits in Slowenien

  • Autobahnen: 130 km/h
  • Kraftfahrt- und Schnellstraßen: 100 km/h
  • Landstraßen: 90 km/h
  • Ortsgebiet: 50 km/h

Weitere Informationen zu den Verkehrsregeln in Slowenien findet ihr auf der Homepage des ÖAMTC.

Auf der Anreise zum Nationalpark Triglav passieren wir die kleine Stadt Assling
Landstraße 201 durch Aßling
Das Hotel Jadran in Bled ist komplett zugewachsen
Die Natur erobert sich seinen Raum zurück – Hotel Jadran in Bled

Fakten zum Nationalpark Triglav

Der Nationalpark Triglav (Triglavski narodni park) ist der einzige Nationalpark Sloweniens. Benannt nach dem mit 2864 Metern höchsten Berg Sloweniens, dem Triglav, liegt er direkt in den wunderschönen Julischen Alpen im Norden Sloweniens. Hier beherbergt er eine unvergleichliche Natur mit zahlreichen Gletscherseen, hochalpinen Ebenen und dichten Wäldern, in denen heute immer noch circa 300 – 500 Braunbären leben. Andere tierische Bewohner sind Steinböcke, Rothirsche, Luchse, Gämsen, Steinadler oder Kreuzotter (von deren Anwesenheit wir uns mit eigenen Augen überzeugen konnten). Zu den landschaftlichen Highlights zählen die hellblaue Soča, der große Wocheiner See (Bohinjsko jezero), die Almen von Pokljuka und der Savica Wasserfall.

Kleine Alm im Nationalpark Triglav
Kleine Alm im Nationalpark Triglav
Wandern und Camping in einer unvergleichlichen Natur: die türkisblaue Savica
Wandern und Camping in einer unvergleichlichen Natur (hier: Savica)

Unsere Tipps fürs Camping und andere Übernachtungsmöglichkeiten im Nationalpark Triglav

Slowenien bietet mittlerweile eine Vielzahl an Campingplätzen unterschiedlichster Kategorien. Von sehr einfach und naturnah ohne viel Schick-Schnack (so wie wir Camping eigentlich bevorzugen) bis hin zu familienfreudlichen Komfortplätzen und Glampingangeboten findet rund um den Nationalpark Triglav wirklich jeder sein persönliches Camping-Paradies. In den Sommermonaten Juli und August kann es sehr voll werden. Dann empfiehlt sich eine Reservierung, die allerdings nicht auf jedem Campingplatz möglich ist! In dem Camping- und Wohnmobilführer „Slowenien mit dem Wohnmobil: Die schönsten Routen zwischen dem Triglav Nationalpark und der slowenischen Riviera* vom Bruckmann Verlag haben wir auch als Zeltcamper wertvolle Tipps gefunden!

Camping auf dem Camp Zlatorog Bohinj

Wir zelten auf dem Camp Zlatorog Bohinj, ein schöner naturnaher Campingplatz mit Basisaustattung. Es gibt ein nicht mehr ganz modernes Waschhaus, einen Minispielplatz, einen Bootsanlegesteg und Strom auf allen Plätzen. Dafür steht man hier direkt am westlichen unverbauten Ufer des schönen und ruhigen Wocheiner Sees (Bohinjsko jezero). Der Platz ist somit der perfekte Ausgangsort für Kanu- oder SUP-Touren auf dem See oder Wanderungen im Nationalpark. Auch Fotografen kommen auf dem Camp Zlatorog Bohinj voll auf ihre Kosten, denn Lichtverschmutzung, die den Blick auf die Milchstraße stören könnte, gibt es hier nur sehr wenig.

Camping am Camp Zlatorog Bohinj mt Blick auf den Bohinjsko jezero
Camping mit Zelt direkt am Ufer des Bohinjsko jezero (dt. Wocheiner See)

Ein paar Tipps fürs Zelten auf dem Camp Zlatorog Bohinj

Zelte dürfen übrigens auch etwas abseits des Campingplatztreibens im angrenzenden Waldstück campen. Aber Vorsicht: In der ersten Nacht haben wir unser Zelt nichtsahnend direkt am Strand unterhalb des Waldes aufgebaut. Dieser Bereich gehört nicht offiziell zum Campingplatz und da wildes Camping im Nationalpark Triglav strengstens verboten ist, riskiert man hier ein saftiges Bußgeld. Dass diese Verstöße auch regelmäßig von Rangern überprüft werden, wurde uns von den Betreibern des Campingplatzes am nächsten Morgen eindringlich versichert.

Dafür war die Nacht ein Traum – bei knapp 5°C am einsamen Ufer des wolkenverhangenen Sees haben wir uns an unsere Reise nach Nordnorwegen erinnert gefühlt! Da wir das Bußgeld nicht riskieren wollten, haben wir die restlichen Nächte vorsichtshalber im „legalen Campingbereich“ am Ufer verbracht. Das hat das Naturerlebnis und den Campingspirit aber nicht wirklich gemindert. Die anderen Gäste waren sehr naturverbunden und ruhig (einige Camper haben die unglaublich entspannte Szenerie sogar für eine Meditation oder Yogastunde genutzt) und der Blick auf den See war hier sogar noch besser als in der vorherigen Nacht – Camping wie es sein sollte!

Ein kleiner Tipp: wir waren Mitte Mai auf dem Camp Zlatorog Bohinj. Der Monat gilt als Camping-Nebensaison im Nationalpark Triglav und so hatten wir keine Probleme ein Platz für unser Zelt zu bekommen. Zumal Zeltcamper ja eben auch den Waldabschnitt benutzen dürfen. In der Hauptsaison ist dieser Campingplatz allerdings sehr beliebt und zum Teil übervoll – von Idylle kann dann keine Rede mehr sein. Der Campingplatz kann übrigens nicht reserviert werden und ist nicht parzelliert. Eine Tatsache, die wir an Campingplätzen begrüßen, aber Wohnmobilreisende, die tagsüber mit dem Gespann die Gegend besichtigen möchten, abends beim erneuten Einparken an den Rand der Verzweiflung bringen kann. In der Hauptsaison lohnt es sich also früh morgens anzureisen, das Fahrzeug zu parken und die Gegend zu Fuß zu erkunden!

Camping Zlatorog Bohinj direkt am Ufer des Bohinjsko jezero (Wocheiner See)
Die unglaublich schöne Lage des Camping Zlatorog Bohinj hebt ihn von anderen Campingplätzen ab
Camping am Bohinjsko jezero kann nass und kalt werden - dafür zeltet man direkt am Ufer des Sees
Nebelstimmung am Bohinjsko jezero (dt. Wocheiner See)

Campingplätze in der Umgebung

  • Camping Bled direkt am Ufer vom Bleder See – komfortabel und familienfreudlich
  • Camp Spik bei Kransjka Gora – guter Ausgangspunkt für Bergwanderungen, ebenfalls komfortabel und familienfreundlich
  • Glamping Ribno Bled – Glampingerlebnis im Wald in kleinen Holzhäuschen mit eigenem Badezuber
  • Camping Sobec: schöner Capingplatz an einem kleinen Naturbadesee und direkt am Flussufer der Sava Dolinka mit Blick auf die Julischen Alpen

Wildes Camping im Nationalpark Triglav

So schön es auch ist, sein Zelt mitten in der Natur aufzubauen: wildes Camping bzw. wildzelten ist im gesamten Nationalpark Triglav strengstens verboten. Die Einhaltung dieses Gesetzes wird durch Ranger überprüft und mit saftigen Bußgeldern bestraft. Im Hochsommer erlauben die Hüttenwirte Wanderern allerdings manchmal, ihr Zelt neben der überfüllten Berghütte aufzubauen!

Blick aus unserem Zelt beim Camping im Nationalpark Triglav
Nach einem langen Wandertag den Sonnenuntergang am Bohinjsko jezero (dt. Wocheiner See) genießen…

Keine Lust auf Camping? Andere Unterkünfte im Nationalpark Triglav

In den umliegenden Gemeinden und Städten gibt es eine riesige Vielzahl von Ferienwohnungen und Hotels, die über die üblichen Buchungsportale gefunden werden können. Zur Erkundung des Nationalparks Triglav eignen sich besonders gut Kranjska Gora, Bled, Bovec und Kobarid.

So schmeckt Slowenien

Wir hatten uns im Voraus kein bisschen über die slowenische Küche informiert. Da wir sowieso alles mögen, wollten wir uns auf unserem Kurztrip in den Nationalpark Triglav einfach nur treiben lassen! Essen gehen oder selber kochen – das wollen wir beim Camping spontan entscheiden. Da wir in den Berghütten und Restaurants aber ständig leckere lokale Köstlichkeiten serviert bekamen, sind die Nudeln getrost im Kofferraum unseres Autos geblieben!

Die slowenische Küche

Die slowenische Küche ist extrem vielseitig und durch die Einflüsse der Nachbarländer wie Italien, Österreich, Kroatien und Ungarn geprägt. Das Hüttenessen ist immer noch deftig und kalorienreich, während in den guten Restaurants moderne, internationale Slow Food-Gerichte serviert werden. Wer trotz der slowenischen Vielfalt mal Lust auf italienische Küche hat, muss nicht lange suchen: durch die Nähe zur Adriaküste, gibt es fast an jeder Ecke eine gute Pizzeria! Zu den typischen slowenischen Gerichten zählen die Krainer Wurst, Bujta repa (ein Rübeneintopf mit Schweinefleisch), Prekmurska gibanica (Blätterteig gefüllt mit Mohn, Quark, Walnüssen und Äpfeln) und Strudel in allen möglichen Variationen.

Restaurants in der Nähe des Bohinj Sees – unsere persönlichen Tipps

Auf dem Camping Zlatorog Bohinj gibt es zwar kein eigenes Restaurant, aber nur 400 Meter weiter befindet sich die Picerija Ukanc. Hier kann man zum Beispiel Pizza mit Hirschsalami oder mit dem aus der Region stammenden Bohinj Käse probieren. Als Nachtisch gibt es Panna cotta mit warmen Heidelbeeren – der Hammer nach einer langen Wanderung im Nationalpark Triglav!

Am touristischen Savica Wasserfall steht die ältere, kleine Berghütte Koča pri Savici und serviert leckere Strudel, Krainer und slowenisches Bier gegen den kleinen Hunger am Mittag!

Als es auf unserer Wanderung zum Mostnica Wasserfall in Strömen regnete, hat uns der urige Gasthof Slap Voje Pavel Kozelj im wahrsten Sinne des Wortes aus der Patsche geholfen. Mit einem Dach über dem Kopf, traditioneller slowenischer Live-Musik, einem tollen Ausblick auf die umliegenden grünen Almen und Unmengen von Eintöpfen und Beeren-Strudeln, ist unsere Laune rasch wieder gestiegen! Mittlerweile glauben wir, dass es keine schlechten Berghütten im Nationalpark Triglav gibt!

Wer die gehobene slowenische Küche kennenlernen will, der sollte unbedingt einen Tisch im Restaurant Sova Bled in Bled reservieren! Eine sehr gemütliche, authentische Atmosphäre wird hier mit modernen lokalen Rezepten kombiniert – unser persönlicher Tipp!

Union Bier - slowenisches Bier
Wir hätten euch hier gerne ein Insta-Filter-Foodporn-Foto gezeigt – sorry, wir essen unser Essen und fotografieren es nicht, aber: dafür kommt hier ein echtes slowenisches Bier! :)

Wann ist die beste Reisezeit für den Nationalpark Triglav?

Als Hauptreisezeit für den Nationalpark Triglav gelten Juni, Juli und August. Zu der Zeit haben alle Campingplätze und die meisten Wanderwege geöffnet. Natürlich ist das auch die Zeit, in der man sich die Region mit vielen anderen Touristen teilen muss. Eine Reservierung der Campingplätze und Hotels (oder eine sehr frühe Anreise) wird deshalb dringend empfohlen. Für eine Triglav-Besteigung ist es Anfang Juni wahrscheinlich noch zu früh. Wer hier auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte die Wanderung nicht vor dem 01. Juli einplanen.

Als Nebensaison gelten die Monate Mai und September. Dann hat man die unverwechselbare Natur des Nationalparks noch für sich, beim Camping geht es ruhig zu und eine Reservierung ist ebenfalls nicht notwendig. Wir waren am 15. Mai im Nationalpark Triglav und haben die Idylle sehr genossen. Allerdings haben wir ab 1600 Metern auch noch eine geschlossene Schneedecke vorgefunden. Für ausgedehnte Wanderungen ist der September deshalb besser geeignet. Hier findet man häufig noch schönstes Herbstwetter und wenige Touristen vor. Aber Achtung: Ab 01.10. schließen so gut wie alle Campingplätze und die ersten heftigen Schneefälle sorgen für Chaos auf den Straßen und unpassierbare Wanderwege.

Für Abenteuerlustige und Freunde des Wintersports eignen sich natürlich auch die Wintermonate von Dezember – März als Besuchszeit. Der Vogel ist im Winter ein beliebtes Skigebiet und die Pokljuka-Hochebene gilt als Hochburg des Biathlons. Natürlich ist das Gebiet auch für erfahrene Skitourengeher ein echtes Paradies!

Wanderung durch das Voje Tal zum Mostnica Wasserfall im Nationalpark Triglav
Voje Tal

Wanderungen im Nationalpark Triglav

Wählt man wie wir den Campingplatz Camp Zlatorog Bohinj oder eine andere Unterkunft in Ukanc, kann man sein Auto wunderbar für mehrere Tage stehen lassen und die umliegende Region oder auch den ganzen Nationalpark Triglav zu Fuß erkunden. Vom Ufer des Bohinsjko jezero (Wocheiner See) starten unzählige Kurz- oder Mehrtagestouren. Einige der beliebtesten und schönsten Wanderungen listen wir in unserem Blogbeitrag Wandern im Nationalpark Triglav – Touren rund um den Bohinjsko jezero (Slowenien) für euch auf!

Andere Aktivitäten im Nationalpark Triglav

Der Bohinsjko jezero ist besonders im Sommer beliebt. Dann kann man sich am Camp Zlatorog Bohinj Kanus und SUPs ausleihen, baden oder einfach nur an den schönen Stränden die Sonne genießen. Außerdem ist der Nationalpark Triglav ein wahres Outdoor-Eldorado. Mountainbiketouren, Trailrunning, Rafting und Canyoning – den Möglichkeiten sind fast keine Grenzen gesetzt und so wundert es nicht, dass die Region jedes Jahr vor allem bei Outdoorfans stetig beliebter wird.

Wandern an der Mostnica im Nationalpark Triglav
Die Mostnica im Nationalpark Triglav

Unser Fazit: Camping im Nationalpark Triglav

Naturnahe Campingplätze unterschiedlichster Kategorien und das in einer Landschaft, die dem Besucher fast an jeder Ecke den Atem raubt. Der Nationalpark Triglav eignet sich wie kein zweites Schutzgebiet für einen unvergesslichen Campingtrip. Besonders das Camp Zlatorog Bohinj hat uns (zumindest in der Nebensaison) mit seiner unkomplizierten Art begeistert und verkörpert für uns das, was wir am Camping lieben: ankommen, Zelt an einem freien Platz aufbauen und loswandern! Außerdem haben wir die Sterne schon lange nicht mehr so funkeln gesehen, wie nachts am Ufer des Bohinjsko jezero (Wocheiner See)…

>> Unsere Tipps für Wanderungen am Bohinj See und im Nationalpark Triglav: https://www.travelmorebabbleless.com/wanderungen-nationalpark-triglav-bohinj-see/


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