Nordlichter am Strand von Kvalvika (Lofoten, Norwegen)

Norwegen: magische Orte für Nordlichter

In Europa, Norwegen by NaddlLeave a Comment

Norwegen – DER Traum jedes Naturliebhabers. Tagelang durch abwechslungsreiche Landschaften wandern, alleine in der Wildnis campen, zwischen schroffen Fjordwänden sein Essen Angeln, Begegnungen mit Bären, Elchen oder Moschusochsen, Hundeschlittentouren durch verschneite Hochlandebenen… Kaum ein anderes Land bietet soviel Freiheit und Abenteuermöglichkeiten. Ein ganz besonderes Erlebnis ist dabei die Jagd auf Nordlichter! Dunkelheit und ein freier Blick Richtung Norden sind dabei ein wichtiges Kriterium. In diesem Beitrag haben wir euch die Orte aufgelistet, an denen wir ganz besondere Nordlichtnächte verbracht haben.

Wer hat sie nicht? Diese Reiseziele, die irgendwo an dritter Stelle auf der Bucketliste stehen und sich dort aufgrund von Organisatorischem auch beharrlich halten. Ständig schiebt sich ein neues einfacheres oder spannenderes Ziel auf Platz 1 oder 2. Dabei müssen diese Reiseziele nicht immer Destinationen sein. Oft sind es auch einfach nur Aktivitäten oder Naturphänomene, die man gerne einmal erleben würde. Dies kann der Mehrtagestrip mit dem Kanu und Zelt durch die Wildnis Alaskas sein, das Abschließen eines Tauchscheins oder die Begegnung mit Eisbären.

Nordlichter in Alta (Norwegen)

So oft man sie auch sieht: Nordlichter sind einfach magisch!

Realität vs. Erwartungen

Für uns waren so ein Naturschauspiel die Polarlichter. Schon lange träumten wir davon uns mit eigenen Augen zu überzeugen, ob sie wirklich so bunt und intensiv wie auf den zahlreichen Fotos unseres Instagram Feeds sind. Tauchen sie am ganzen Himmel auf oder nur in einem kleinen Bereich? Sind sie in Wirklichkeit vielleicht so schwach, dass lediglich die hohen ISO-Werte der Kameras sie sichtbar machen? In unserem Bekanntenkreis hielt sich sogar hartnäckig das Gerücht, dass man sie in der Realität eher als ein helles, weißliches Licht, statt dem grün-pinken Farbschauspiel aus Video -und Fotoaufnahmen wahrnehmen würde.

Wir hatten schon in zwei Reiseländern die Chance sie zu sehen – beide Male ohne Erfolg. Ein Jahr waren wir vier Wochen in Kanadas Westen unterwegs, als die Polarlichtsaison gerade anfing. Anscheinend hätten wir in klaren Nächten mit viel Glück außerhalb der lichtverschmutzten Orte Nordlichter (Aurora borealis) sehen können. Leider saßen wir hier aber zu später Stunde oft in irgendeinem dichten Nadelwald am Lagerfeuer. Eine weitere Chance hätten wir in Neuseeland gehabt. Hier wäre es dann allerdings das Südlicht (Aurora australis) gewesen. Dies ist aber aufgrund der großen Entfernung Neuseelands zum Südpol nur bei sehr aktiven Sonnenstürmen und dann auch meistens nur am südlichsten Zipfel der Südinsel zu sehen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, in deren Genuss wir allerdings nicht kamen.

Nordlichter über der Finnmark (Norwegen)

Auf der Jagd nach Nordlichtern (Finnmark, Norwegen)

Der Norden von Norwegen – ein Garant für Nordlichter?

Dieses Jahr sollte das anders werden! Nordnorwegen! Ein wunderschönes Land, nicht weit von Deutschland entfernt. Zudem ein echtes Wanderparadies und dank dem Allemansrecht ein Traum für jeden, der es liebt in der Wildnis zu übernachten (und ohne störende Stadt – oder Autobeleuchtung Nachtaufnahmen zu knipsen). Wir wählten den September als Reisemonat. Zu dieser Zeit ist in Norwegen schon Herbsteinbruch, es ist deutlicher kühler als im Sommer, es kann häufiger regnen und stürmisch werden und viele Campingplätze befinden sich schon im Winterschlaf. Der klare Vorteil ist jedoch, dass schon genug Dunkelheit für eine reelle Nordlichtchance herrscht.

Tatsächlich ist die Nordlichtaktivität im September sogar deutlicher höher als im November oder Dezember (am höchsten ist sie im Oktober und März). Ein weiterer Vorteil ist sicher, dass zu dieser Zeit keine lästigen Mücken mehr unterwegs sind, man die Schönheiten der Natur ohne Massen von anderen Menschen genießen kann und sich die Herbstlandschaft in einem bunten Farbenmeer präsentiert. Als uns dann aber nahezu jeder kurz vor der Abreise fragte, ob es denn zu der Jahreszeit nicht zu kalt fürs Zelten wäre, waren wir doch etwas verunsichert. Reichen unsere Schlafsäcke mit einem Komfortbereich bis 2°C? Was, wenn wir die Nordlichter durch die dicke Wolkendecke nicht sehen können? Regnet es vielleicht jeden Tag, so dass wir letztlich nur in einer grauen Nebelsuppe unherirren oder Mehrtagestouren wegen Sturm gar nicht erst möglich sind?

Nordlichter auf der Veines Halbinsel (Norwegen)

Am intensivsten sind die Nordlichter abseits von urbanen Lichtverschmutzungen zu sehen.

Magische Orte in Norwegen zum Beobachten der Nordlichter

Storvik (Helgelandküste)

Doch schon in der ersten Nacht nach Überschreiten des Polarkreises haben wir Glück. Voller Enthusiasmus entscheiden wir uns für einen Wildcampingplatz am Meer mit Nordausrichtung (direkt an der Fv17 zwischen Mevik und Storvik) und werden tatsächlich belohnt. Während wir mit unserem Wein in der Hand noch über die Tatsache sinnieren, dass sich das Rot, Orange und Gelb des Sonnenuntergangs hier im Norden einfach unglaublich lang am Himmel hält, mischt sich ein grüner langer Streifen dazu. Langsam nimmt er an Intensität zu, wird immer deutlicher mit dem bloßem Auge zu erkennen. Ein weiterer schwacher Streifen gesellt sich dazu, formt eine Spirale. Mit den warmen Farbresten des Sonnenuntergangs ergibt sich so ein betörendes Farbspiel für die Sinne.

Mit offenem Mund sitzen wir am Strand, starren in den Himmel und sind uns einig: das ist der perfekte Moment! Einer der Momente für sie wir reisen, ein Moment für den es sich lohnt bei Frosttemperaturen mit Decke vor dem Zelt zu verharren. Die Kälte ist vergessen, wir sind nur noch damit beschäftigt, mit viel Ohs und Ahs auf die Lichter zu zeigen. „Guck mal hier und der Streifen hier… und oooooaaaaaahhhh…“ Irgendwann lassen die Lichter nach und wir können uns schweren Herzens dazu motivieren, schlafen zu gehen. Kurz hinter unserem Wildcampingplatz gibt es übrigens noch den Storvika Rastplatz, auf dem Campen ebenfalls möglich ist.

Nordlichter an der RV17 bei Storvik (Norwegen)

Wilcampingplatz an der RV17 (Storvik, Norwegen)

Ramberg (Lofoten)

Am nächsten Abend kommen wir bei klarem Himmel auf den Lofoten an. Uns ist sofort klar, dass wir uns diese Chance nicht entgehen lassen werden. Obwohl es schon ziemlich spät ist als unsere Fähre am Hafen anlegt, bleiben wir nicht in Moskensoy. Wir fahren weiter zum Camping Ramberg Gjestegård. Hier gibt es einen breiten Strand mit fast nördlicher Ausrichtung. Die nette Dame am Empfang ist schon ganz aufgeregt. Heute soll der Kp-Index in den Himmel schießen und die Nordlichtprognose steht auf sehr aktiv. Wir hatten schon im Internet gelesen, dass zur Zeit so heftige Sonneneruptionen herrschen, dass sogar eine Nordlichtbeobachtung in Deutschland möglich wäre.

Noch während wir kochen, fängt es an. Jedoch nicht wie erwartet über dem Meer (in west-nördlicher Ausrichtung), sondern hinter uns im Südosten. Ein paar Minuten später tanzen sie direkt über unseren Köpfen. Ein dickes, intensives Neongrün mit pinken Rändern wabbert über uns hinweg, bis es schließlich sogar so aussieht, als würde es auf uns herabregnen. Sämtliche Campingplatzbesucher stehen mittlerweile vor ihren Wohnmobilen und Zelten und bewundern das Spektakel. Ein älteres deutsches Paar liegt sich in den Armen, während er laut ruft: „Das war schon immer mein Traum!“ Ein Traum von vielen von uns und ein Moment, in dem die Zeit stehen zu bleiben scheint. Stefan und ich sitzen vor unserem Zelt, essen unsere Kartoffelpfanne und starren fasziniert in den Himmel…

In den nächsten Tagen unternehmen wir einige Mehrtagestrips, bei denen wir die Aktivität der Nordlichter nur unter einer Wolkendecke erahnen können. Dennoch ein schönes Erlebnis, wie sich die dunklen Wolken vor den hellen, türkis-grau leuchtenden Himmel schieben.

Nordlichter über dem Strand von Ramberg (Lofoten, Norwegen)

Strand von Ramberg (Lofoten, Norwegen)

Nordlichter über dem Campingplatz in Ramberg (Lofoten, Norwegen)

Campingplatz Ramberg Gjestegård (Lofoten, Norwegen)

Kvalvika Beach (Lofoten)

Am Kvalvika Beach bleiben wir extra eine Nacht länger als geplant, als es nachmittags aufklart. Dieser Ort, an dem der EOFT-Film „North of the Sun“ gedreht wurde, hatte schon in der vorherigen Nacht eine fast spirituelle Wirkung auf uns. Obwohl wir nicht die Einzigen sind, die an diesem langen Strand zelten, der nur mit einen Fußmarsch oder per Boot zu erreichen ist, fühlen wir uns doch ein wenig wie auf einer einsamen Insel. Unsere eigene kleine Insel ohne Gedanken über Konsum, Alltag oder Social Media.

Am zweiten Abend fällt unser Abendessen dank der spontanen erneuten Übernachtung zwar mehr als mickrig aus, dafür zeigen sich die Nordlichter dann aber von ihrer magischen Seite. Eingerahmt von den beiden Bergen Ryten und Kjerringa schweben sie langsam über den Strand und spiegeln sich dabei im ruhigen Meer. Ich stehe auf einer Sandbank, die schroffen Lofotengiganten werfen im Mondlicht ihre Schatten auf mich, seichte Wellen umspielen meine Füße. Kaltes Wasser – umnebelter Verstand. Die hohen Felswände der beiden Lofotenberge, der lange Sandstrand, die kleinen Lagerfeuer am Hang… Es ist einfach nicht möglich, diese unwirklich schöne Situation realitätsnah zu beschreiben. Ich hoffe, wir werden den Kvalvika Spirit noch lange in uns tragen…

Nordlichter am Strand von Kvalvika (Lofoten, Norwegen)

Strand von Kvalvika (Lofoten, Norwegen)

Nordlichter am Strand von Kvalvika (Lofoten, Norwegen)

Strand von Kvalvika (Lofoten, Norwegen)

Fageråskaret Pass (Lofoten)

Motiviert durch das tolle Wetter wagen wir eine weitere Nacht in den Bergen der Lofoten. Vom Branntuva hat man einen wunderschönen Blick auf den Horseid Beach. Unser Zelt schlagen wir allerdings etwas unterhalb auf dem Fageråskaret Pass auf. Exponiert und einsam stehen wir auf dem Pass, neben uns die beeindruckenden Gipfel des Peak 492, Branntuva und Nonstind. Auf der einen Seite der Blick auf den wunderschönen See Fageråvatnet, den langen Selfjord und das beleuchtete Ramberg, auf der anderen Seite der Blick über den großen Solbjomvatnet und das Nordmeer bis hin nach Bodo.

Hier zeigen sich die Nordlichter dann von ihrer wohl beeindruckendsten Seite unserer gesamten Reise. War es eben schon schwer die Situation nochmal Revue passieren zu lassen, dann ist es jetzt fast unmöglich. Die Nacht ist wie ein Traum an uns vorbeigezogen. Wir sind dem Himmel so nah, blicken auf die Welt unter uns und fühlen uns winzigklein. Bescheidenheit und Ehrfurcht mischen sich mit Euphorie und Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, dass wir diesen Moment gemeinsam erleben dürfen! Der gesamte Himmel ist übersät mit bunten, skurrilen Formen. Spiralen, Kreisel, Ringe und Streifen ziehen sich komplett vom östlichen zum westlichen Horizont und bewegen sich auf uns herab. Als könnten wir sie anfassen, als wären sie unglaublich nah! Stefan wiederholt immer wieder: „Das kannst du niemandem erzählen, das muss man mit eigenen Augen sehen.“ Und ja, wahrscheinlich hat er recht…

Über Ramberg fängt der Halbmond an aufzugehen, unzählige Sternschnuppen fallen aus dem Himmel und irgendwann paaren sich die Lichter mit dem Dunst der Nacht zu einem grünen Schimmer.

Nordlichter über dem Fageraskaret Pass (Lofoten, Norwegen)

Fageraskaret Pass (Lofoten, Norwegen)

Nordlichter über dem Fageraskaret Pass (Lofoten, Norwegen)

Fageraskaret Pass (Lofoten, Norwegen)

Tromsø

Nach einigen Regennächten sind wir in Tromsø angekommen. Hier wandern wir in einer klaren Nacht auf den Storsteinen. Von dem Hausberg Tromsøs soll man einen atemberaubenden Blick über die Stadt haben. Zu unserem Pech hat die Fjellheisen-Seilbahn aufgrund von Revisionsarbeiten geschlossen. Also wandern wir eine Stunde in absoluter Dunkelheit mit unseren Stirnleuchten auf den Gipfel des Aussichtsbergs – und werden wieder einmal für unsere Mühen belohnt. Die glitzernde Metropole des Nordens zeigt sich mithilfe der Nordlichter von ihrer besten Seite. Während die Hurtigruten laut hupend die große Tromsøbrua passiert, tanzen sie trotz Lichtverschmutzung in ihren schönsten Formen über der Stadt.

Auch heute erleben wir wieder, wie schnell sich die Aktivität der Nordlichter verändert. Ist eben noch lediglich ein schwacher, träger Streifen vor uns zu sehen, so wechseln auf einmal hinter uns die Farben und Formen in Sekundenschnelle. Genauso schnell wie sie auftauchen, können sie allerdings auch wieder verschwinden. Es lohnt sich also ständig die Augen offen zu halten und für einen freien Blick in alle Himmelsrichtungen zu sorgen!

Als wir von unserer kleinen Nachtwanderung zurück sind, laufen wir noch an der berühmten Eismeerkathedrale vorbei. Ein wunderschönes Bild, wie die mittlerweile nur noch schwachen grünen Lichter über der Kathedrale hinwegwabern.

Nordlichter über Tromso (Storsteinen, Norwegen)

Auf dem Storsteinen (Tromsø, Norwegen)

Nordlichter über der Eismeerkathedrale (Tromso, Norwegen)

Eismeerkathedrale (Tromsø, Norwegen)

Blue Lake (Lyngenalpen)

Nach unserem Besuch von Tromsø zieht es uns sofort wieder in die Natur. Da bieten sich die Lyngenalpen mit seinen circa 140 Gletschern vor den Toren der Stadt perfekt an. Nachdem wir von einer Wanderung zu dem wunderschönen Blue Lake (der Name kommt nicht von ungefähr) zurückkommen, bauen wir unser Zelt direkt an dem Wanderparkplatz auf. Es ist unglaublich kalt und die Feuerstellen erleichtern uns die Entscheidung, wo wir heute Nacht schlafen werden. Während wir am Feuer kochen, werden die Nordlichter immer intensiver. Vielleicht liegt es an der kalten Nacht, aber heute erscheinen sie nicht grün, sondern eher pink und violett. Die Lichter sind mittlerweile wirklich in allen Himmelsrichtungen zu sehen. Eingekuschelt sitzen wir am Lagerfeuer und beobachten das lautlose Feuerwerk am Himmel.

Nordlichter in den Lyngen Alpen (Norwegen)

Wanderparkplatz am Blue Lake (Lyngen Alpen, Norwegen)

Nordlichter in den Lyngen Alpen (Norwegen)

Wildcampingplatz am Blue Lake (Lyngen Alpen, Norwegen)

Alta

Während wir uns in der Nähe von Alta in einer Grillhütte auf unserem Campingplatz (Alta Strand Camping) aufwärmen, fangen die Nordlichter an über unsere Köpfe zu schweben. Also schnell zusammenpacken und los in die Innenstadt, denn schließlich steht in Alta die berühmte Nordlichtkathedrale. Diese Kirche wurde 2013 nach Plänen von Kolbjørn Jenssen gebaut, erinnert mit ihrer Form an ein silbernes Schneckenhaus und soll die Nordlichter dank ihrer Titanverkleidung spiegeln und sogar verstärken.

Davon wollen wir uns selbst überzeugen. Als wir im Zentrum ankommen, ist das grüne Leuchten jedoch aufgrund der Lichtverschmutzung nur noch schwach zu sehen. Das Bauwerk ist beleuchtet wie ein Weihnachtsbaum und bietet wirklich ein beeindruckendes Fotomotiv. Eine Spiegelung der Nordlichter können wir allerdings nicht erkennen. Nichtsdestotrotz ist die moderne Nordlichtkathedrale in der Stadt der Nordlichter definitiv einen Besuch wert!

Nordlichter über der Nordlichtkathedrale (Alta, Norwegen)

Nordlichtkathedrale (Alta, Norwegen)

Das Hochland der Veines-Halbinsel (Berlevåg)

Nach einem Besuch des Nordkaps (inklusive dem wohl dazugehörigen schlechten Wetter) fahren wir auf der Eismeerstraße Richtung Berlevåg. Hier zelten wir irgendwo an der 890 zwischen Austertana und Kongsfjord in der kargen Hochlandschaft der eiskalten und entlegenen Halbinsel. Mittlerweile ist der Mond nachts gar nicht mehr zu sehen und ich muss wohl niemandem verraten, dass die Lichtverschmutzung am Ende der Welt gleich null ist.

Diese Nacht ist unglaublich dunkel und klar. Selbst die entlegensten Sterne strahlen uns hell entgegen. Dazu gesellt sich wieder einmal ein extrem aktives Polarlicht. Wir wissen gar nicht wohin wir als Erstes gucken sollen, sind umgeben von diesem Naturschauspiel… Durch die Hochlandlage haben wir das erste Mal auf dieser Reise 360° Nordlichter! Vor lauter Begeisterungsausbrüchen beim Fotografieren lassen wir sogar unser Lagerfeuer ausgehen. Als wir morgens von einer riesigen Rentierherde neben unserem Zelt geweckt werden, ist uns klar, dass es dieser Ort ganz weit nach Oben auf der Liste der Highlight-Übernachtungen geschafft hat!

Nordlichter über der Finnmark (Norwegen)

Wildcampingplatz auf der Veines Halbinsel (Finnmark, Norwegen)

Nordlichter über der Finnmark (Norwegen)

Wildcampingplatz auf der Veines Halbinsel (Finnmark, Norwegen)

Sandfjorden (Berlevåg)

Was für ein Platz zum Wildcampen! Nachdem wir auf das menschenleere Tanahorn gewandert sind und im Kongsfjord Delfine und Seerobben beobachtet haben, bauen wir unser Zelt in der riesigen, einsamen Sandbucht von Sandfjorden auf. An unserem letzten Tag in der Finnmark sind wir nun also tatsächlich irgendwie am Ende der Welt angekommen. Wir sitzen am Lagerfeuer und hängen unseren Gedanken nach. Wir erinnern uns an unsere Suche nach den Moschusochsen im Dovrefjell, an unsere erste Nordlichtnacht, die mystische Atmosphäre am Strand von Kvalvika, die Naturerlebnisse entlang der einsamen Eismeerstraße.

Vor uns liegt das stahlblaue Eismeer, das Tor zur Arktis. Wie gerne würden wir jetzt einfach auf unbestimmte Zeit weiterreisen… Hinter uns steht unser Zelt an einer kleinen Lagune, über der sich die Ausläufer der Milchstraße erstrecken. Als würden sie nochmal Abschied nehmen wollen, beginnen die Nordlichter sich ganz langsam über dem Meer zu intensivieren. Weniger aktiv als die letzten Tage wandern sie andächtig Richtung Milchstraße und färben den Himmel gelb-rosa-grün. Ein krönender Abschluss unserer Tour durch die wunderschöne Finnmark. Mach´s gut Norwegen! Wir kommen wieder!

Milchstraße und Nordlichter (Finnmark, Norwegen)

Bucht von Sandfjorden (Berlevag, Norwegen)

Nordlichter und Milchstraße in Sandfjorden (Finnmark, Norwegen)

Bucht von Sandfjorden (Berlevag, Norwegen)

Fazit

Die Reise zu Norwegen´s Nordlichtern war bisher eines unser eindrücklichsten Erlebnisse. Noch oft denken wir mit Gänsehaut an diese magischen Nächte zurück. Am besten gefielen uns dabei die Orte, die wir für uns alleine hatten. Das Gefühl, mitten im Nirgendwo unter diesem unwirklich erleuchteten Himmel zu stehen, ist einfach unbeschreiblich. Die Veines Halbinsel und der Fageråskaret Pass waren solche Plätze. Nichtsdestotrotz empfanden wir jede Nordlichtnacht als so einzigartig, dass wir nie vor 2:00 schlafen konnten.

Informationen zu der Auswahl der besten Locations und Tipps zum Fotografieren findet ihr auf dem wunderschönen Nordlandblog von Conny und Sirko. Wie ihr die Chance auf eine erfolgreiche Nordlichtjagd vergrößert, alles zu Kp-Werten und den richtigen Zeitpunkten findet ihr dagegen bei Melina und Sebastian von Hometravelz.

Seid ihr auch so süchtig nach Polarlichtern? Oder hattet ihr bisher noch keine Gelegenheit sie selbst zu sehen? Na dann: nichts wie hin in den kalten Norden (natürlich erst, nachdem ihr uns einen Kommentar hinterlassen habt ;) )!

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