Blick über Meteora (Griechenland)

Balkan Highlights: diese Ziele solltet ihr nicht verpassen!

In Albanien, Balkan, Europa by Naddl6 Comments

Kaum eine Region Europas hat vielleicht so sehr mit Vorurteilen zu kämpfen wie der Balkan. „Kann man da schon einreisen?“ „Herrscht da nicht noch Krieg?“ „Habt ihr keine Angst, dass ihr überfallen werdet?“ Diese Fragen sind uns vor unserer Abreise tatsächlich sehr häufig gestellt worden. Doch auch wenn wir nach einiger Zeit am liebsten nur noch mit einem Augenrollen geantwortet hätten: sie zeigen ganz klar, dass der Balkan immer noch nicht als typische Reisedestination anerkannt wird.

Ein Grund ist sicherlich die bewegte Geschichte der Balkanstaaten. Die Bilder vom Jugoslawienkrieg, der sozialistischen Diktatur Albaniens oder dem Konflikt zwischen Griechenland und Mazedonien sind noch fest in unseren Köpfen verankert. Zum Teil mangelt es aber auch einfach an positiver Berichterstattung über die südlichen Balkanländer.
Die Küste Kroatiens ist mittlerweile ein touristischer Hotspot geworden und Montenegro ist ihm dabei dicht auf den Fersen. Über Bosnien Herzegowina, Kosovo oder Albanien wird in den Hochglanzmagazinen aber immer noch sehr wenig berichtet.

Zeit, das zu ändern! Der Balkan ist authentisch, herzlich, wild, abwechslungsreich, spannend und schön! Aber nicht nur das: Albaniens Riviera bietet traumhafte, weiße Sandstrände und ein türkis schimmerndes Meer (immerhin liegt es nur einen Steinwurf vom beliebten Korfu entfernt). Luxuriöse Resorts lassen den Strandtourismus an der Adria und dem Ionischen Meer in der Hochsaison wachsen. Nicht weit davon entfernt warten tiefe Schluchten, traumhafte Bergdörfer und wilde Flüsse darauf, von euch entdeckt zu werden.
Ihr wollt mehr erfahren? In unserem Beitrag stellen wir euch unsere ganz persönlichen Balkan Highlights auf unserem 4-wöchigen Roadtrip vor. Diese Ziele solltet ihr nicht verpassen!

Höhle in Meteora (Kalambaka, Griechenland)

Nach einer abenteuerlichen Kraxelei in einer kleinen Höhle fanden wir diesen Ausblick auf die Meteora-Klöster (Griechenland). Und den hatten wir ganz für uns allein… ;)

Unsere Reiseroute durch den Balkan

Vier Wochen lang sind wir von Deutschland über Kroatien nach Montenegro und Albanien gereist. Unser südlichstes Ziel waren die schwebenden Klöster von Meteora in Griechenland. Die Rückreise erfolgte schließlich über Mazedonien, Serbien und Ungarn, wo wir einen Stopp in Budapest einlegten. Die komplette Reiseroute findet ihr hier.
Insgesamt ging es knapp 5500 km durch 10 verschiedene Länder. Uns blieb nichts anderes übrig als uns auf zwei davon zu konzentrieren. Die Wahl fiel dabei auf Montenegro und Albanien. Hier versprachen wir uns einen bunten Mix aus interessanter Kultur, authentischem Essen, herzlichen Menschen, atemberaubenden Landschaften und antiken Städten – wir sollten nicht enttäuscht werden!

Balkan Roadtrip – Unsere Reiseroute für 4 Wochen!

Die Besonderheit an einem Roadtrip durch den Balkan liegt sicherlich in seiner Vielfalt. Stück für Stück arbeiteten wir uns vom touristisch erschlossenen Kroatien auf immer schlechter werdenden Straßen Richtung Süden vor. Dabei führten sie uns auf immer spektakuläreren Strecken am Rand von engen Schluchten oder über die 2000 Meter hohen Gipfel des Durmitor Gebirges vorbei. Besonders diese Panoramawege sind die Highlights auf einem Roadtrip durch den Balkan. Weiter im Süden ging es durch lebhafte Städte, wo Eselskarren auf den neusten Mercedes treffen, wo Händler am Straßenrand Hühner verkaufen und Kreisverkehre an eine Fahrt im Autoscooter erinnern.
Hier warteten unverbaute Ausblicke, feine Sandstrände und ein europäischer Indian Summer auf uns. Ihr merkt schon: der Weg ist das Ziel!

Rohrbrücke bei Theth (Albanien)

Sogar eine einfache Flussüberquerung wird in Albanien zu einem kleinen Abenteuer…

Doch was waren jetzt unsere persönlichen Balkan Highlights? Quasi unsere ultimativen Reiseziele?

Eine schwierige Entscheidung, doch falls wir jetzt sofort die Chance auf eine Rückkehr bekämen, würden wir uns ganz klar für den Durmitor Nationalpark in Montenegro entscheiden! Wie in den Dolomiten hat man hier eine recht hohe Ausgangsbasis (unser Campingplatz lag auf knapp 1600 Höhenmeter). Außerdem überzeugt das Gebiet mit seinem außergewöhnlichen Massiv, unzähligen Bergseen und gut ausgebauten Höhenwegen, die jedoch, zumindest in der Nebensaison, noch nicht zu überlaufen sind. Leider konnten wir unsere geplanten Mehrtageswanderungen nicht durchführen, da uns eine schlimme Magen-/Darmverstimmung mehr oder weniger ans Zelt bzw. an die Campingplatz-Toilette fesselte. :(

Ein anderes Highlight waren sicherlich die Meteora-Klöster in Griechenland. Wie auch an den Plitvicer Seen ist Einsamkeit hier ein Fremdwort. Trotzdem: das dürft ihr euch einfach nicht entgehen lassen! Tja, und dann sind da eben noch all die anderen nicht weniger interessanten Highlights unserer Balkanreise: Tauchen und Schnorcheln an der Insel Mljet, das romantische Abendessen draußen an der Bucht von Kotor, die Kajaktour zum Sonnenuntergang auf dem Skadarsee, unsere abenteuerliche Höhlentour am Fuße des Arapi, die unzähligen Schmetterlinge am Gjipe Beach und unsere Fototour durch Budapest. Wir wollen keines dieser Erlebnisse vermissen!

Die Wanderungen im Durmitor Nationalpark waren sicher eines unserer Highlights!

Die Wanderungen im Durmitor Nationalpark (Montenegro) waren sicher eines unserer Highlights!

Unsere Balkan Highlights im Detail

Nationalpark Plitvicer Seen (Kroatien)

Der Focus unseres Roadtrips lag zwar auf Montenegro und Albanien, doch die Plivicer Seen sind einfach zu magisch, um nur an ihnen vorbeizufahren. Die 16 Seen, die über unzählige Wasserfälle und Flüsse miteinander verbunden sind, liegen in Europas erstem und vielleicht auch schönstem Nationalpark. Das atemberaubende Farbspiel der türkisblauen Seen inmitten einer tiefen Kalksteinschlucht kann auf wunderschön angelegten Holzwegen erkundet werden. Außerdem bietet der Park ein Zuhause für Bären, Wölfe und Luchse! Aber Vorsicht: die Besucherströme können das Naturerlebnis ziemlich einschränken! Über unseren regnerischen Tag im Nationalpark Plitvicer Seen haben wir einen separaten Artikel auf diesem Blog verfasst.

Nationalpark Plitvicer Seen (Kroatien) – Lohnt sich ein Besuch auch bei Regen?

Unser Tipp:
Camping Korana bietet einen Shuttleservice zum Nationalpark an!

Nationalpark Plitvicer Seen bei Regen

Nationalpark Plitvicer Seen

Wasserfall an den Oberen Seen im Nationalpark Plitvicer Seen

Wasserfall an den Oberen Seen

Wasserfälle an den Unteren Seen im Nationalpark Plitvicer Seen

Wasserfälle an den Unteren Seen

Insel Mljet (Kroatien)

Ganz im Süden gelegen, bietet die von vielen als grünste Insel Kroatiens bezeichnete Insel Mljet noch erheblich mehr Ruhe und Abgeschiedenheit als die nördlicheren Küstenregionen. Besonders gut hat uns die Wanderung um die beiden großen Salzwasserseen Malo und Veliko Jezero und der grandiose Blick vom Aussichtsberg Montokuc gefallen. Ein einmaliges Erlebnis ist der Besuch der Odysseus Cave. Von den vorgelagerten Felsen kann man direkt ins Meer springen und in diese große Höhle hineinschwimmen, die für ihre geradezu unwirklichen türkisblauen Lichtspiele bekannt ist. Wer mehr von der Unterwasserwelt sehen möchte, kann an einem der erstklassigen Tauchspots rund um die Insel auf Entdeckungstour gehen.

Unsere Tipps:
Im gepflegten Autokamp Marina zeltet ihr direkt unter Olivenbäumen!
Das kleine Restaurant Agroturizam Dalmatino in Pomena versorgt euch mit authentischem, leckerem Seafood!

Aussicht vom Montokuc auf die Insel Mljet (Kroatien)

Aussicht vom Montokuc

Milchstraße über einer Bucht der Insel Mljet (Kroatien)

Milchstraße über einer einsamen Bucht

Odysseus Cave auf der Insel Mljet (Kroatien)

Odysseus Cave

Dubrovnik (Kroatien)

Romantische Kirchen, weiße Steinpaläste und eine Flaniermeile aus Marmor – lediglich die imposante Stadtmauer trennt die mittelalterliche Altstadt vom tiefblauen Meer. Wer Dubrovnik das erste Mal durch das beeindruckende Pile-Tor betritt, begreift, warum die Stadt den Beinamen „Perle der Adria“ trägt. Kein Wunder, dass sie schon Schauplatz von unzähligen Filmproduktionen wie z.B. Game of Thrones war. Fühlt euch wie Cerseis auf der „Treppe der Schande“, genießt den Blick von der Festung Lovrijenac auf die Dächer der Altstadt, spaziert auf der Stadtmauer oder chillt bei einem Drink in der Buža Bar, während die Sonne farbenreich im Meer versinkt. Eine europäische Stadt, wie sie sonst nur in Hollywoodfilmen zu sehen ist… ;)

Unsere Tipps:
Camping Solitudo ist für den Preis zwar schon etwas in die Jahre gekommen, aber in Ordnung! Die Bushaltestelle für den Bus von/nach Dubrovnik liegt nur 5 min zu Fuß vom Campingplatz entfernt. Er fährt bis 1:00 nachts!

Altstadt von Dubrovnik von Oben (Kroatien)

Dubrovnik von Oben

Festung Lovrijenac bei Nacht (Dubrovnik, Kroatien)

Festung Lovrijenac

Kathedrale in Dubrovnik (Kroatien)

Blick von der Stadtmauer auf die Kathedrale

Kotor (Montenegro)

Kotor ist so etwas wie die montenegrinische Antwort auf Kroatiens Dubrovnik. Inmitten einer historischen Festungsanlage liegt die wunderschöne Altstadt, die den Besucher mit ihren kleinen Geschäften, verwinkelten Straßen und romanischen Kirchen in ihren Bann zieht. Eines der Highlights ist der Sonnenuntergang über der gleichnamigen Bucht von Kotor. Sie schneidet sich derart tief in die dalmatische Küste, dass sie von vielen als größter Fjord südlich von Skandinavien bezeichnet wird. Nicht verpassen solltet ihr einen Besuch des Njegoš Mausoleums im Lovćen Nationalpark, von dem man grandiose Ausblicke auf die Bucht von Kotor und die umliegenden Schwarzen Berge des Lovćen Gebirges genießt. Doch schon die Anreise auf der Panoramastraße Kotor-Lovcen ist ein Abenteuer für sich: je näher man dem Lovćen NP auf den 32 engen Haarnadelkurven kommt, desto atemberaubender wird der Ausblick auf die Bucht von Kotor.

Unsere Tipps:
In Kotor gibt es keinen Campingplatz und die Parkplatz -und Straßensituation ist eine Katastrophe. Das saubere, moderne und recht günstige Apartement Kovacevic sowie die Nachbarpension Marija 2 in Dobrota bieten Parkplätze direkt vor der Unterkunft. Von Dobrota aus könnt ihr bequem auf der Promenade in 20 min. nach Kotor spazieren.

Das Restaurant Lookout direkt am Njegoš Mausoleum ist überraschend gut und überhaupt nicht teuer. Ganz anders, als wir das von Touristen-Hotspots in Deutschland kennen. Diese Pause solltet ihr euch nicht entgehen lassen!

Blick auf Kotor bei Nacht (Montenegro)

Kotor von Oben

Njegos Mausoleum (Lovcen NP, Montenegro)

Njegos Mausoleum (Lovcen NP)

Bucht von Kotor von Oben (Montenegro)

Bucht von Kotor

Skadar See (Montenegro)

Der Skadar See (auch Skutarisee oder Shkodra See) ist der mit 368 km² größte See im Balkan und beherbergt über 20 endemische Tier -und Pflanzenarten. 220 km² des Sees liegen in Montenegro und 148 km² in Albanien.  An seinem westlichen Ende bildet der Fluss Crnojević einen sogenannten Horseshoe Bend (Hufeisenkrümmung) um eine grüne Insel herum. Der Ausblick vom Aussichtspunkt Pavlova Strana auf dieses Naturschauspiel ist schlichtweg atemberaubend. In Virpazar kann man sich Kajaks ausleihen oder an einer Bootstour teilnehmen. In dem dichten Schilfgürtel am Ufer lassen sich so Eisvögel, Kormorane, Reiher und mit etwas Glück sogar Pelikane entdecken.

Unsere Tipps:
Wir haben in Bar auf dem liebevoll gepflegten Campingplatz Bartula – My Olive Garden Camp gezeltet. Der Besitzer ist unglaublich gastfreundlich und hat hier eine wahre Camping-Oase für Naturfreunde gebaut. Unbedingt den Umweg wert!

Am Ortseingang von Virpazar werdet ihr von einigen Schleppern bedrängt, die euch ihre Bootstouren verkaufen wollen. Wir hatten schon sehr viel Positives von Boat Milica gehört und wurden nicht enttäuscht. Die wahnsinnig nette Familie bietet Touren in kleinen Fischerbooten an, die auf euch zugeschnitten sind. Hier erfahrt ihr Wissenswertes über die Flora und Fauna des Sees und könnt Kajaks buchen!

Aussichtspunkt Pavlova Strana (Rijeka Crnojevica Fluss, Skadar See, Montenegro)

Der Horseshoe Bend von Rijeka Crnojevica

Kormoran am Skadar See (Montenegro)

Kormoran

Sonnenuntergang am Skadar See (Montenegro)

Sonnenuntergang über dem Skadar See

Piva Canyon (Montenegro)

Dass der Balkan die vielleicht schönsten Schluchten der Welt besitzt, dürfte nichts Neues sein. Bei Pluzine im Norden von Montenegro liegt eine davon. Hier hat man die türkisblaue Piva zu dem größten Stausee des Landes aufgestaut. Eine Panoramastraße führt spektakulär durch die 33 km lange Piva Schlucht bis nach Bosnien-Herzegowina. Dabei passiert man unzählige Tunnel und hat immer wieder fantastische Blicke auf die zum Teil 1100 Meter hohen Steilwände. Vom Stausee fahren wir auf der abenteuerlichen P14 direkt über das Durmitor Gebirge in den gleichnamigen Nationalpark. Die Ausblicke von oben auf die Piva Schlucht sind atemberaubend und die anschließende Fahrt auf dem knapp 2000 Meter hohen Bergpass durch das Durmitor Massiv ist eines der Highlights unseres Roadtrips.

Unser Tipp:
Die Steilhänge am Piva Canyon sind sehr fragil und ungesichert. Seid vorsichtig nach starken Regenfällen! Wir sind leider in einen heftigen Steinschlag geraten… :(

Piva Canyon (Montenegro)

Piva Canyon

Durmitor Nationalpark (Montenegro)

An welchen Ort wir auf jeden Fall noch einmal zurückkehren würden? Da müssen wir nicht lange überlegen. Das ist ganz klar der Durmitor Nationalpark im Norden Montenegros. Das Durmitor-Massiv besitzt 48 Gipfel mit mehr als 2000 Meter Höhe. Der höchste Berg ist der beliebte Bobotov Kuk mit 2522 Metern. Er und die meisten anderen Gipfel im Nationalpark können auf gut markierten Wanderwegen erkundet werden. Die zum Teil faszinierenden Felsschichtungen wie z.B. am Prutas, zahlreiche Höhlen, tiefe Schluchten und Wildtiere wie Bären und Wölfe verleihen dem Gebiet eine wildromantische Atmosphäre. Eine Besonderheit sind seine glasklaren Gletscherseen, die auch als Bergaugen bezeichnet werden. Nicht verpassen solltet ihr die Panoramastraße Piva Canyon – Žabljak (siehe Abschnitt Piva Canyon) und den Touristenhotspot Crno Jezero (Schwarzer See)!

Unser Tipp:
Das AutoCamp Ivan Do ist zwar sehr einfach ausgestattet, stellt dafür aber den perfekten Ausgangsort für Wandertouren in die Umgebung dar. Die Besitzer sind unglaublich gastfreundlich und begrüßen Neuankömmlinge gerne mit einem Rakia in ihrem warmen Wohnzimmer.

Crno Jezero (Schwarzer See) im Durmitor Nationalpark (Montenegro)

Crno Jezero (Schwarzer See) von Oben

Bergmolch im Durmitor Nationalpark (Montenegro)

Bergmolch

Prutas im Durmitor Nationalpark (Montenegro)

Besondere Gesteinsschichtungen am Prutas

Tara Schlucht (Montenegro)

Klar, dass der längste und tiefste Canyon Europas ausgerechnet im Balkan liegen muss. Tatsächlich gehört die 78 km lange und 1300 Meter tiefe Tara Schlucht sogar zu den größten Canyons der Welt. Das Wasser der Tara, dem längsten Fluss Montenegros fließt wunderschön klar und türkisblau durch die bewaldeten Steilhänge der gleichnamigen Schlucht. Einen grandiosen Ausblick genießt man vom Gipfel des Mount Ćurevac oder von der historischen Tara Brücke. Eine andere beliebte Art die Tara Schlucht zu erkunden, sind die zahlreichen Raftingtouren, die hier angeboten werden.

Tara Schlucht (Montenegro)

Blick von der Tara Brücke

Aussichtspunkt Curevac mit Blick auf die Tara Schlucht (Montenegro)

Blick vom Mt. Curevac

Tara Brücke (Montenegro)

Die historische Tara Brücke

Theth (Albanien)

Theth ist ein uriges Bergdorf inmitten der Albanischen Alpen und Startpunkt des beliebten Fernwanderwegs Peaks of the Balkan. Mehrere über 2000 Meter hohe Gipfel des Prokletije Gebirges ragen steil und schroff über dem romantischen Tal empor. In Kontrast dazu stehen die bewaldeten Hänge, die gerade jetzt im Herbst in den schillerndsten Farben leuchten. Die Schlucht und die Wasserfälle von Grunas, der 2217 Meter hohe Arapi (der auch das Matterhorn Albaniens genannt wird) und das Blaue Auge sind nur einige Tagesziele, die es in der näheren Umgebung zu erwandern gilt. Theth ist nur über die äußerst enge, steile und kurvenreiche Schotterstraße über den Thore-Pass zu erreichen, weshalb sich die Infrastruktur im Dorf und der Tourismus erst vor einigen Jahren entwickelt haben. Gerüchten zufolge wird die Passstraße jedoch 2019 asphaltiert, was den Ort sehr schnell wachsen lassen wird. Ein weiterer Grund, mit dem Besuch nicht mehr allzu lange zu warten!

Theth – Wandern in den Albanischen Alpen

Unsere Tipps:
Das Boga Alpine Resort in Boge ist der perfekte Ausgangsort für Touren nach Theth. Hier könnt ihr ein paar erholsame Tage auf dem Campingplatz oder in kleinen Bungalows verbringen. Die netten Betreiber erlauben euch, euer Auto auf dem Gelände zu parken und organisieren ein sicheres 4×4-Taxi nach Theth.

Augen auf bei der Auswahl des 4×4-Taxis! In Theth ist uns von unserer Unterkunft (Bujtina Polia) für den Rückweg ein Fahrer organisiert worden, der die sehr enge, steile Allradstrecke gefahren ist, als würde er sich auf einer Rennstrecke befinden. Wir sind eine rasante Fahrweise gewöhnt, aber die Erinnerung an das Erlebnis treibt uns immer noch den Angstschweiß auf die Stirn!

Arapi in den Albanischen Alpen (Theth, Albanien)

Blick auf den Arapi (das Matterhorn von Albanien)

Die Albanischen Alpen im Herbst (Theth, Albanien)

Die Albanischen Alpen im Indian Summer

Kirche von Theth (Albanien)

Kirche von Theth

Berat (Albanien)

Die Stadt der tausend Fenster – wenn man im wunderschönen Altstadtviertel Gorica steht und über den breiten Fluss Osum blickt, erkennt man sofort, weshalb die wahrscheinlich schönste Stadt Albaniens diesen Beinamen trägt. Berat ist auf einem Hügel gebaut, auf dessen Gipfel die Burgfestung Kalaja thront. Die tatsächlich imposante Anzahl an großen Fenstern des muslimischen Stadtviertels Mangalem am Fuße des Berges geben der historischen Altstadt einen einzigartigen Flair. Darüber hinaus besitzt Berat einige schöne Moscheen, gut erhaltene Kirchen, antike Bauwerke und Ruinen und einen Boulevard, der sich jeden Abend ab 18:00 mit Leben und vor allem Lebensfreude füllt.

Berat – Sehenswürdigkeiten in Albaniens schönster Stadt

Unser Tipp:
Direkt vor dem Berat Caravan Camping startet ein Bus in die Altstadt. Die Besitzerin des absolut sauberen und gepflegten Campingplatzes ist unglaublich freundlich und liebenswert. Hier fühlt man sich wie ein Freund und nicht wie ein Gast!

Berat von Oben (Albanien)

Berat von Oben

Kisha Shen Triadha (Berat, Albanien)

Kirche Kisha Shen Triadha

Altstadt von Berat bei Nacht

Die Stadt der 1000 Fenster bei Nacht (Viertel Mangalem)

Llogara Pass (Albanien)

Am höchsten Punkt des Llogara-Pass steht man genau 1027 Meter über dem Meer und zwar wortwörtlich. Dieser Gebirgspass in Südalbanien bietet einzigartige Ausblicke auf das Meer, die grüne Karaburun-Halbinsel und das umliegende Ceraunische Gebirge mit seinen über 2000 Meter hohen Gipfeln. Schon alleine die Fahrt vom Adriatischen Meer über die mit Pinienwald bedeckten Hänge zum Ionischen Meer ist ein Erlebnis für sich. Unübertroffen schön jedoch ist der Blick auf die tiefblaue Südküste von einem der vielen Bunker, kurz bevor man die unzähligen Serpentinen auf sich nimmt, die sich zu den weißen Sandstränden der Albanischen Riviera hinunterschlängeln. Da der Llogara-Pass nur 3 km von der Küste entfernt liegt, wird er gerne als Ausgangspunkt für Paraglidingtouren verwendet. Bei guter Sicht kann man die gesamte Riviera bis zur griechischen Insel Korfu überblicken.

Kiefer am Llogara Pass (Albanien)

Kiefernwald am Llogara Pass

Ausblick vom Llogara Pass auf das Ionische Meer (Albanien)

Blick vom Llogara Pass über das Ionische Meer

Ruine am Llogara Pass (Albanien)

Der Llogara Pass ist ein beliebter Spot für Paraglider

Albanische Riviera (Albanien)

Weiße, einsame Sandstrände und eine unverbaute Küste. Diese Kombination findet man in Europa leider nur noch selten. An der Albanischen Riviera hingegen gibt es noch eine Handvoll von diesen Naturjuwelen, die bisher vom Massentourismus verschont blieben. Auf der Karaburun Halbinsel befindet sich die abgeschiedene Grama-Bucht, die nur mit dem Boot oder einem anstrengenden 8-stündigen Fußmarsch ab dem Llogara Pass erreicht werden kann.

Ein kurzer Fußmarsch ist ebenfalls nötig, um den vielleicht schönsten Strand der albanischen Riviera zu entdecken. Gjipe Beach liegt in einer ruhigen, isolierten Bucht direkt vor einem Canyon. Hier gibt es ein paar Hippie-Bars, einen Eco-Campingplatz, türkisblaues Wasser und unzählige Schmetterlinge.

Auf einer zweitägigen Wanderung kann man die schönsten Strände von Palasë nach Himarë erkunden. Außerdem führen einige Wanderwege in die umliegende Bergwelt, dem wunderschönen Shushica Tal und in alte, entlegene Bergdörfer wie z.B. Kudhes. Doch auch ähnlich wie in Theth lautet hier unser Tipp: Beeilt euch! Überall an der Küste entstehen neue, riesige Hotelanlagen aus Styropor und Beton, die der Albanischen Riviera leider in wenigen Jahren ziemlich sicher den Reiz nehmen werden…. :(

Unser Tipp:
Am Gjipe Beach gibt es einen kleinen Eco Campingplatz, auf dem ihr zelten könnt. Eine tolle Gelegenheit, den Sternenhimmel zu beobachten!
Weitere Campingplätze gibt es in Himarë (z.B. Camping Moskato & Camping Kranea).

Porto Palermo (Albanien)

Porto Palermo

Gjipe Beach (Albanien)

Gjipe Beach

Bucht am Gjipe Beach (Albanien)

Bucht am Gjipe Beach

Ksamil (Albanien)

Gleich hinter Saranda, der Touristenhochburg von Albanien und kurz vor der griechischen Grenze, liegt der kleine Badeort Ksamil. Ksamil besitzt wunderschöne weiße Sandstrände, die man sonst nur in der Karibik erwartet und vier kleine vorgelagerte Inseln, die unter Naturschutz stehen. Von hier sieht es so aus, als könne man direkt zur griechischen Insel Korfu hinüberschwimmen (tatsächlich ist Korfu von hier nur noch 4 km entfernt). Ein toller Ort, um in einem der Strandclubs zu chillen, im türkisblauen Wasser des Ionischen Meeres zu schnorcheln oder eine Kajaktour zu unternehmen.

Außerdem eignet sich Ksamil als Ausgangsort für Touren in die Umgebung. So befinden sich am Ende der Halbinsel die berühmten Ruinen der antiken Stadt Butrint. In einem weiteren Tagesausflug kann man die Frischwasserquelle Syri i Kaltër (das Blaue Auge) und die UNESCO Welterbestadt Gjirokastra besuchen. Die Ruhe der weiter im Norden gelegenen Strände sucht man hier jedoch vergebens: besonders im Sommer ist Ksamil einer der beliebtesten Touristenorte der albanischen Küste.

Ksamil – der schönste Badeort Albaniens?

Unser Tipp:
Der Ksamil Caravan Camping wird von dem sympathischen Bruder der Berat Caravan Camping Besitzerin geführt. Auch hier wird Gastfreundlichkeit und Sauberkeit ganz groß geschrieben! Ihr habt sogar die Möglichkeit auf der Dachterasse zu zelten.

Ksamil Inseln von Oben (Albanien)

Ksamil Inseln und Korfu von Oben

Strand von Ksamil (Albanien)

Ksamil ist bekannt für seine Strandbars

Strand von Ksamil (Albanien)

Zu den Ksamil Inseln kann man schwimmen

Syri i Kaltër (Albanien)

Syri i Kaltër (dt. Blaues Auge) ist der verheißungsvolle Name der wasserreichsten Frischwasserquelle Albaniens. 6 m³ Wasser tritt hier pro Sekunde unter hohem Druck aus einem Quelltopf hervor, dessen Tiefe bis heute nicht geklärt werden konnte. Durch seine Klarheit und den umliegenden hellen Kalkstein schimmert das Wasser in den unterschiedlichsten Blautönen. Besonders auf der Besucherplattform hat uns der Blick des Blauen Auges in seinen Bann gezogen. Es ist fast schon hypnotisierend, wie das Wasser unaufhörlich aus diesem tiefblauen Nichts zu sprudeln scheint. Die dschungelartige Umgebung des Syri i Kalters steht unter Naturschutz. Hier fließt das klare Wasser in Form des Flusses Bistrica durch sattgrüne Eichen -und Platanenhaine.

Syri i Kaltër – ein Tagesausflug zum Blauen Auge von Albanien

Die Frischwasserquelle Syri i Kalter (Das Blaue Auge), Albanien

Der Quelltopf vom Syri i Kalter (Das Blaue Auge)

Dschungelartige Landschaft am Syri i Kalter (Albanien)

Um die Quelle wächst eine dschungelartige Landschaft

Dschungelartige Landschaft am Syri i Kalter (Albanien)

Gjirokastra (Albanien)

Ein Ausflug zum Syri i Kaltër lässt sich perfekt mit einem Besuch von Gjirokastra verbinden. Die älteste Stadt von Albanien zählt seit 2005 zum UNESCO-Welterbe. Genau wie Berat ist sie von der besonderen Balkanarchitektur geprägt, was ihr den Beinamen „Stadt der Steine“ einbrachte. Hoch über der Stadt thront eine Burgfestung, die tolle Ausblicke über die Berge, das ausgetrocknete Flussbett und die schöne Altstadt bietet. Romantische Innenhöfe, ein lebhafter Basar, urige Gassen und vor allem die für Gjirokastra so typischen weißen Häuser mit ihren Steindächern zeigen die Einflüsse aus der Wirkungszeit der Osmanen.

Flugzeug in Gjirokastra (Albanien)

Vermeintliches Spionageflugzeug im Museum von Gjirokastra

Burg von Gjirokastra (Albanien)

Burg von Gjirokastra

Über den Dächern von Gjirokastra (Albanien)

Balkanarchitektur in der „Stadt der Steine“

Përmet/Benja Thermalbäder (Albanien)

Ein wunderschöner Roadtrip führt von Gjirokastra über Përmet nach Griechenland. Hoch über der türkisblauen Vjosa und entlang uriger Bergdörfer schlängelt sich die einsame SH75 durch die grüne Landschaft des Trebeshina-Dhëmbel-Nemërçka-Gebirgszuges. Besonders beliebt ist die Strecke bei Mountainbikern, denn so ungestört wie hier ist man vor dem doch recht waghalsigen Fahrstil der Albaner selten.

Eines der Highlights der Region rund um Përmet sind die Benja Thermalbäder. Direkt neben dem türkisgrauen Fluss Lengarica entspringen 6 Thermalquellen, die unterschiedliche Temperaturen bis zu 30°C aufweisen. Die Bäder sind kostenlos und bestehen aus einfachen, ungeschützten Natursteinbecken. Hier kann man nach Lust und Laune die angebliche Heilwirkung der Quellen ausprobieren. Weitere Sehenswürdigkeiten in der Umgebung sind die historische Bogenbrücke aus dem 18. Jahrhundert und der enge Lengarice Canyon.

Unser Tipp:
Direkt neben den Thermalquellen könnt ihr kostenlos Campen und so die Bäder morgens ohne andere Besucher genießen!

Fluss Viosa bei Permet (Albanien)

Berglandschaft und Vjosa südlich von Permet

Blick aus einer Höhle auf Benja Thermalpools (Permet, Albanien)

Die Benja Thermalbäder mit der historischen Bogenbrücke

Thermalpools von Benja (Permet, Albanien)

Schwimmen in den warmen Thermalbädern von Benja

Vikos Schlucht (Griechenland)

Unser erster Halt in Griechenland ist die Vikos Schlucht im schönen Pindos Gebirge. Die Schlucht ist zwischen 600 m und 1.000 m tief und knapp 10 km lang. In Monodendri gibt es einen Aussichtspunkt namens Oxia, von dem ihr einen imposanten Blick auf einen der tiefsten Canyons der Welt bekommt. Als kleine Zugabe passiert ihr auf dem Weg dorthin einen Steinwald. Wer sich ernsthaft für die schöne Vikos Schlucht interessiert, sollte jedoch die knapp sechsstündige Wanderung von Monodendri nach Vikos in Erwägung ziehen, da Oxia wirklich nicht mehr als nur einen kurzen Fotostopp bietet.

Vikos Schlucht (Griechenland)

Vikos Schlucht

Die Meteora-Klöster (Griechenland)

Meteora war definitiv ein Highlight und gleichzeitig der südlichste Punkt unserer Balkan Rundreise. Östlich des Pindos-Gebirges, in der Nähe von Kalambaka ragen hohe, skurrile Sandsteinfelsen aus dem Boden empor. Auf ihnen thronen die berühmten Klöster von Meteora. Der Name Meteroa bedeutet soviel wie „in die Höhe heben“, was sich auf die Lage der Klöster bezieht, die bei Nebel und Dunst manchmal in der Luft zu schweben scheinen.

Sechs der 24 Klöster sind immer noch bewohnt und können besichtigt werden. Am Fuße der Felsen gibt es einige Höhlen, die man auf eigene Faust entdecken kann und die für etwas Ruhe in dem ansonsten sehr touristischem Gebiet sorgen. Die Felsen von Meteora zählen übrigens zu den beliebtesten Kletterzielen in Griechenland. Wenn man nicht klettert, beschränkt sich das Erlebnis eher auf das Abfahren der einzelnen Aussichtspunkte wie z.B. dem Sunset Point. Klingt nicht gerade spannend? Diese Ausblicke solltet ihr euch aber wirklich nicht entgehen lassen!

Unser Tipp:
Denkt bei dem Grenzübertritt von Albanien nach Griechenland daran, eure Uhren um eine Stunde vorzustellen! Wir haben es nicht getan und so das reichhaltige Frühstück im Meteora Hotel verpasst (und das nach 4 Wochen Campingurlaub)! :(

Sonnenuntergang über Meteora (Kalambaka, Griechenland)

Sunset Point

Meteora Felsen bei Sonnenuntergang (Griechenland)

Die außergewöhnlichen Sandsteinfelsen können auch erklettert werden

Kloster von Meteora (Kalambaka, Griechenland)

Kloster Roussanou

Budapest (Ungarn)

Die Hauptstadt von Ungarn war der letzte Stopp unserer Reise und sollte mit seiner Vielseitigkeit den perfekten Abschluss unseres abwechslungsreichen Balkan-Roadtrips bilden (und das, obwohl sich viele Bürger Ungarns nur allzu gerne vom Begriff Balkan distanzieren). Budapest kommt wie ein wilder Mix aus anderen europäischen Großstädten daher. Hier treffen aufwendige, historische Gebäude auf moderne Clubs, kulturelle Events auf eine alternative Szene und heruntergekommene Viertel auf Prunkstraßen.

Wusstest ihr, das Budapest früher aus den selbstständigen Städten Buda, Óbuda und Pest bestand? Auch heute noch trennt die breite Donau die Viertel voneinander und steht damit im Zentrum der über 1,7 Millionen Einwohner starken Stadt. So verwundert es nicht, dass die beeindruckendsten Gebäude am Ufer der Donau zu finden sind. Hier liegen der Burgberg mit dem ehemaligen königlichen Schloss, das prachtvolle Parlamentsgebäude und die romantische Fischerbastei – Fotomotive zum Träumen. Budapest, halt dich fest – wir kommen wieder!

Unser Tipp:
Unseren Abend und unsere Reise ließen wir im Restaurant Barack & Szilva ausklingen. Ein gemütliches Restaurant im ehemaligen Jüdischen Viertel mit netten Kellnern und leckerem ungarischem Essen! Unbedingt vorher reservieren!

Straße in Budapest (Ungarn)

City Life in Budapest

Straßenbahn neben Donau und Palast (Budapest, Ungarn)

Die Donau trennte früher die beiden Städte Buda und Pest voneinander

Budapest von Oben bei Nacht (Ungarn)

Blick auf das Parlamentsgebäude und die Kettenbrücke.

Fazit: Was haben wir vom Balkan gelernt?

Als wir über unser mögliches Reiseziel 2018 diskutierten, war uns ein Kriterium besonders wichtig: In Zeiten, wo alles immer schnelllebiger zu werden scheint und zwischenmenschliche Beziehungen immer oberflächlicher werden, wollten wir endlich mal wieder „echte“ Menschen kennenlernen. Wir hatten keine Lust mehr stundenlang vor dem Joghurtregal überlegen zu müssen, welcher buntgefärbte Aroma-Mix es denn heute wird oder uns von gestressten Mitmenschen durch die Gänge des Supermarktes treiben zu lassen. Genauso wenig interessiert uns auf Reisen der spektakulärste Bungee Jump an der schönsten Aussicht der Welt. Wir brauchen im Urlaub keine Must-Do´s und blankgewienerten Einkaufszentren.
Wir reisen, um neue Lieblingsplätze zu entdecken, um zu staunen und entschleunigen, um die Vielfalt unserer Welt zu begreifen und um von anderen Menschen und Kulturen zu lernen.

Auf unserem Balkan Roadtrip haben wir viel über Gelassenheit, Miteinander, Authentizität und schöne Momente gelernt. Hier gibt es sie noch – herzliche Menschen, die sich Zeit für ein ausführliches Gespräch mit einem Fremden nehmen. Wir sind auf der Straße angesprochen und in fremde Wohnzimmer eingeladen worden, haben unzählige Oliven und Obst geschenkt bekommen, uns häufig nach dem Haken gefragt – und nie einen gefunden. Danach haben wir viel über unsere anfängliche Skepsis diskutiert. Ist es heutzutage tatsächlich so ungewöhnlich geworden, dass man sich einfach nur kennenlernt, ohne sich einen persönlichen Vorteil davon zu versprechen?

Nahrungsmittel werden in den meisten Regionen lokal angebaut und im kleinen Tante-Emma-Laden um die Ecke verkauft. Anstelle von LKW-Kolonnen hat hier jedes Dorf mindestens einen Lebensmittelladen. Die fehlende Straßenverkehrsordnung trieb uns in den Städten häufig Schweißperlen auf die Stirn und doch hatte jeder ein dickes Grinsen im Gesicht. Von Stress keine Spur…
„Regeln? Es gibt einfach keine Regeln und alle halten sich dran!“ Dieser Spruch ist uns sehr häufig von den Albanern entgegnet worden – und dabei hatten sie ein breites, stolzes Grinsen im Gesicht! Eine Region, von deren Einwohnern man unglaublich viel über das Glück lernen kann!

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Comments

  1. Jetzt hatte ich gerade einen Kommentar geschrieben, wie genial ich diesen Bericht finde und der ist jetzt weg, weil irgendeine Fehlermeldung kam, ich hätte angeblich einen Haken nicht gesetzt :(
    Dann halt nochmal: Naddl, das ist der tollste Bericht, den ich in letzter Zeit irgendwo gelesen habe, richtig genial! Die Bilder und die Infos und eure Begeisterung, das nimmt mich richtig mit. Ich freue mich schon auf hoffentlich weitere Artikel zu eurem Roadtrip. Mit dem Balkan liebäugle ich ja auch immer wieder mal, keine Ahnung, wann das endlich mal klappt. Aber nach diesem Bericht bestimmt etwas eher als zuerst gedacht ;)

    1. Author

      Wow Danke, Schwerti! Das ist ja mal ein Hammer-Kompliment! :) Der Balkan war auch wirklich genial. Aber warte vielleicht nicht allzu lange – momentan schießen die Hotelanlagen und neuen Straßen wie Pilze aus dem Boden. Das ist ja nicht unbedingt etwas schlechtes, dennoch haben viele Einwohner die Sorge, dass der zukünftige Tourismus eher die Kassen ausländischer Investoren füllt und der sanfte und nachhaltige Tourismus darunter leiden wird… Ich kann mir darüber kein Urteil bilden, aber ich hatte das Gefühl, dass viele Ecken in ein paar Jahren nicht mehr wiederzuerkennen sind…

      1. Author

        Ach so, und das mit dem Haken und dem fehlenden Kommentar ist natürlich nicht so der Bringer. Das ist dieses blöde datenschutzkonforme Formular. Ich hatte das auf einem anderen Blog auch schon mal. Hoffentlich war das nur ein Einzelfall… :(

        1. Ja das mit den Hotelanlagen und neuen Straßen befürchte ich bei vielen Orten auf meiner Wunschliste. Leider kann ich nicht alles gleichzeitig „abarbeiten“. Vielleicht habe ich dann doch bei manchen Ecken das Pech, dass sie nicht wieder zu erkennen sind, wer weiß. Südeuropa, Balkan usw. sind allerdings Länder, die ich irgendwann mit dem Motorrad erkunden will. Und aktuell habe ich weder das Motorrad noch den Führerschein, das wird also noch einige Jahre dauern ;) Solange erfreue ich mich halt an Deinen tollen Berichten!
          Das mit dem Formular scheint ein Einzelfall zu sein, habe gerade noch einen Kommentar geschrieben und vorsichtshalber vor´m Absenden kopiert, ist aber durchgegangen. Keine Ahnung, woran es lag.
          VG, Schwerti

          1. Author

            Das kann ich gut verstehen –> ist bei uns ja das Gleiche. Island steht schließlich auch noch auf unserer Wunschliste! ;)
            Mit dem Motorrad waren echt viele unterwegs. Das muss der Hammer sein!

  2. Für Island ist es eh zu spät. War es schon 2017, als ich da war. Da hilft nur extreme Nebensaison (Oktober oder so) oder alle touristischen Sachen meiden und sich nur im Hochland oder den Westfjorden aufhalten. Da braucht es aber nen 4×4 und dann ist Oktober auch schon wieder die falsche Jahreszeit ;)
    Ja coo dass da viele Biker waren. Das sagt mir, dass es da tolle Straßen zum fahren gibt. Ich freue mich jetzt schon, auch wenn es noch Jahre dauern wird.

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